Zeitzeichen

6. Juli 1785

Montag, 06. Juli 2020, 20:15 bis 20:30 Uhr, NDR Info

Der Dollar wird zur Währung der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt
Ein Beitrag von Kay Bandermann (WDR)

Der US-Dollar genießt eine Sonderstellung unter den Währungen der Welt. Seine Entstehung verdankt der Dollar einer Notlage. Mit dem Tauschhandel kamen die Pilgerväter nicht weit. Bei ihren Nachfolgern war spätestens mit der Unabhängigkeitserklärung 1776 das englische Pfund als "Tauschmittel" verpönt. Schließlich waren sie nicht ohne Grund vor Krone und Heimatland geflohen.

Eine Zeit lang halfen die spanischen "Dolares" aus. Doch am 6. Juli 1785 - neun Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung - bestimmte der Kontinentalkongress den "Dollar" als Landeswährung. Er verständigte sich auf ein Dezimalsystem mit einer Halbcent-Kupfermünze als kleinster Einheit. Bis zur Einführung dauerte es weitere sieben Jahre. Die ersten Geldscheine, die "Greenbacks", wurden im Bürgerkriegsjahr 1862 gedruckt. Mit dem Aufstieg der USA zur Wirtschafts- und Militärmacht Nr. 1 avancierte auch der Dollar zur Leitwährung der Welt. Auch wenn der Nimbus der USA bröckelt; der "Mythos Dollar" bleibt.