Sendedatum: 31.03.2013 17:30 Uhr  | Archiv

Schmuggeln im Auftrag des Herrn

Norddeutsche Ordensschwestern und die deutsche Teilung
Eine Sendung von Nathalie Nad-Abonji

Eine Gruppe Nonnen © picture-alliance/Sven Simon Foto: Sven Simon
Immer seltener entscheiden sich heutzutage Frauen als Ordensschwester.

Die "Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens" stellte der Mauerbau 1961 vor besondere Probleme: Wie sollte der Kontakt zwischen dem Mutterhaus in Osnabrück und den Niederlassungen in Mecklenburg gehalten werden?

Die Frauen gründeten kurzerhand zwei neue Häuser in Berlin: Eines in Ost- und das andere in Westberlin. Die fünf Schwestern vor Ort reisten so oft es ging über die Grenze. Nicht selten schmuggelten sie unter ihrerTracht Briefe, Bücher und Stoffe.

Soziales Engagement steht im Vordergrund

Egal ob in Osnabrück, an der Ostsee in Graal-Müritz oder im Kloster in Schwerin - die Teilung Deutschlands brachte für die Frauen Gottes viele Veränderungen. Dennoch stand ihr soziales Engagement für die Gesellschaft immer im Vordergrund: Ambulante Pflege im Plattenbauviertel, die Betreuung alter Menschen oder die Arbeit in einem Kinderheim an der Ostsee.

Heute stehen die Schwestern vor neuen Herausforderungen. Kaum eine junge Frau entscheidet sich noch für diesen Lebensweg.

Alles über das Leben der Ordensschwestern hören Sie am Ostersonntag:

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | | 31.03.2013 | 17:30 Uhr