Sendedatum: 23.01.2011 17:30 Uhr  | Archiv

Glück oder Pflicht?

Der Streit ums Stillen

Eine Mutter stillt ihr Baby. © picture-alliance / dpa Foto: Gero Breloer

Früher war es selbstverständlich: Frauen stillten. Sie mussten es tun, es gab keine Alternative. Wenn sie nicht stillen konnten, war das häufig lebensbedrohlich für ihr Kind - es sei denn, sie konnten sich eine Amme leisten.

Mit dem Aufkommen industriell hergestellter Babynahrung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts änderte sich einiges. Firmen machten mit groß angelegten Werbekampagnen Müttern das Pulver als Alternative zum Stillen schmackhaft - und damit ein Riesengeschäft. Denn die Frauen griffen zu: es bedeutete für sie eine enorme Entlastung und ihr Baby gedieh auch ohne ihre Brust. Frauen konnten wählen, ob sie stillen wollten oder nicht. Aber stimmt das? Hatten sie tatsächlich die Wahl?

In den 1960er-Jahren hieß es, sie seien doch keine Kuh, eine moderne Frau reiche ihrem Kind nicht die Brust. Heute ist Stillen dagegen wieder in. Die Mütter werden unter Druck gesetzt, meint die französische Feministin Elisabeth Badinter. Sie interpretiert das als antiemanzipatorischen Trend. Stimmt das?

Heide Soltau war in Geburtskliniken, hat mit Stillberaterinnen gesprochen, bei Kinderärzten nachgefragt und sich vor allem bei Müttern umgehört.

Das Frauenforum am Sonntag, 23. Januar 2011 um 17.30 Uhr auf NDR Info.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | | 23.01.2011 | 17:30 Uhr

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