Sendedatum: 26.12.2012 17:30 Uhr  | Archiv

Emily Dickinson

Eine Sendung von Jutta Rosenkranz

Emily Dickinson zählt heute zu den bedeutendsten Lyrikerinnen Amerikas, doch zu ihren Lebzeiten veröffentlichte sie nur sieben Gedichte. Zurückgezogen lebte sie in ihrer Geburtsstadt Amherst/Massachusetts und widmete sich der Garten- und der Hausarbeit. In ihren Gedanken widersetzte sie sich jedoch dem traditionellen Frauenbild und schuf experimentierfreudige Verse, die die erstaunliche Unabhängigkeit ihres Geistes zeigen.

Ihre rätselhafte, zugleich klare Lyrik war ihrer Zeit weit voraus und stieß im 19. Jahrhundert auf Unverständnis, da die Dichterin sehr eigenwillig mit Reim, Vers und Grammatik umging. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts hat man Emily Dickinson, die auch die ‚amerikanische Droste‘ genannt wurde, als individuelle Stimme weiblicher Welterfahrung ‚wiederentdeckt‘ und ihr Werk – im Rahmen der poetischen Theorien der Moderne und der Geschlechterforschung – neu bewertet.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | | 26.12.2012 | 17:30 Uhr

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