Stand: 22.03.2019 10:04 Uhr

Wie viel Wasser braucht der Mensch?

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Ausreichend zu trinken ist lebenswichtig.

Es ist die Grundlage allen Lebens und sogar unser Körper besteht zu mehr als der Hälfte daraus: Wasser ist das wichtigste Lebensmittel des Menschen. Nehmen wir zu wenig Flüssigkeit auf, ist der Stoffwechsel gestört und unsere körperliche wie geistige Leistungsfähigkeit lässt nach. Als Urin schwemmt Wasser Schadstoffe aus, als Schweiß kühlt es unseren Körper. Wasser soll uns laut Gesundheitsmagazinen gesünder, schöner und glücklicher machen. Viel trinken hilft also viel? So einfach ist die Rechnung nicht.

Der Körper braucht ständig Nachschub

Insgesamt verlieren wir pro Tag zwei Liter Flüssigkeit - auch ohne viel Bewegung. Unser Körper kann Wasser nicht speichern und braucht ständig Nachschub. Wenn wir zu wenig trinken, bekommen wir Durst, irgendwann können wir nicht mehr klar denken, Nieren und Kreislauf versagen. Länger als vier Tage kann der Körper nicht ohne Wasser überleben. Aber können wir auch zu viel trinken?

Tatsächlich kann es zu einer Art Wasservergiftung kommen, wenn wir in sehr kurzer Zeit acht oder neun Liter trinken. Mit diesen großen Wassermengen ist der Körper komplett überfordert: Die Urinproduktion kann die Flüssigkeit nicht verstoffwechseln, Schwindel und Übelkeit sind die Folge. In Extremsituationen kann zu viel Wasser sogar zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Vor allem unerfahrene Ausdauersportler trinken häufig falsch.

Auch Nahrungsmittel enthalten Flüssigkeit

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Was oft vergessen wird ist, dass auch Nahrungsmittel den Körper mit Flüssigkeit versorgen. Knapp ein Drittel unseres täglichen Bedarfs nehmen wir über unser Essen auf. Obst und Gemüse und sogar Pommes enthalten einen hohen Anteil an Wasser. Sehr viel trinken müssen wir also gar nicht mehr. Die Faustregel: Eineinhalb Liter pro Tag reichen vollkommen aus, um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Bei körperlicher Anstrengung oder Hitze sollte es aber mehr sein. Anstatt die tägliche Wassermenge genau abzumessen, empfiehlt es sich, auf seinen Körper zu hören und dann zu trinken, wenn man durstig ist.

Leitungswasser oder Mineralwasser?

Ob Leitungswasser oder Mineralwasser ist dabei reine Geschmackssache. Leitungswasser enthält je nach Region mindestens genauso viele Mineralstoffe, teils sogar mehr als viele stille Mineralwässer - und es ist deutlich günstiger. Außerdem ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel und die Wasserversorger garantieren eine gleichbleibende Qualität bis zum Wasserzähler. Morgens sollte man Leitungswasser vor dem Trinken erst ein wenig laufen lassen. Oder erst einmal unter die Dusche hüpfen, bevor für Tee oder Kaffee etwas abgefüllt wird.

Vorsicht bei alten Bleileitungen

In alten Häusern kann das Leitungswasser aufgrund von Bleileitungen belastet sein. Wer sichergehen will, sollte beim Hausverwalter nachfragen oder das Wasser untersuchen lassen. Viele Wasserwerke bieten Analysen für rund 30 Euro an. Wenn Schwangere oder Babys im Haus wohnen, ist die Untersuchung oft sogar kostenlos.

Bei Hitze kein eiskaltes Wasser trinken

Wer sich bei Hitze oder schwüler Luft mit einem kalten Glas Wasser erfrischen möchte, sollte jedoch vorsichtig sein: Allzu kalt sollte das Getränk nicht sein. Denn wer bei erhitztem Körper Eiskaltes trinkt, riskiert einen plötzlichen Temperatursturz. Der Körper muss dann schwer arbeiten, um aus "eiskalt" wieder "körperwarm" zu machen. Das treibt den Blutdruck in die Höhe und regt die Schweißbildung nur noch mehr an.

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 23.03.2018 | 16:20 Uhr

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