Stand: 05.03.2019 08:56 Uhr  - Visite  | Archiv

Operation: Welcher Faden ist optimal?

Bei Operationen ist die Wahl des Nähgarns wichtig. Für den Operateur ist dabei entscheidend, um was für ein Gewebe es sich handelt, wie dick es ist und wie lange die Heilung voraussichtlich dauert.

Nähgarn für Operationen

Bei Operationen kann das Gewebe zum Beispiel mit glatten oder geflochtenen, dicken oder dünnen Fäden genäht werden. Die wichtigsten Unterschiede:

  • Selbst auflösende Fäden bleiben Tage, Wochen oder Monate im Körper und müssen nicht gezogen werden. Wenn die Naht geheilt ist und der Faden nicht mehr gebraucht wird, zerlegt Gewebewasser den Faden in seine Bestandteile.

  • Nicht selbst auflösende Fäden werden zum Beispiel verwendet, um Blutgefäße zu nähen. Auch bei äußerlichen Eingriffen auf dünner Haut, zum Beispiel im Gesicht, kommt diese Art des Nähgarns zum Einsatz. Damit gelingt in der Regel eine schönere Naht.

Granulom durch falschen Faden im Körper

Eine vernähte Schnittwunde am Handballen. © Colourbox Foto: Petra D
Die Wahl des Nähgarns hängt vom Gewebe ab, das zusammengehalten werden muss.

Um Verwechslungen während der Operation zu vermeiden, wird die Fadenwahl von zwei OP-Assistenten überprüft. Denn bei der Wahl des falschen Nähgarns drohen Komplikationen: Wenn sich etwa ein Faden im Körper nicht auflöst, können sich sogenannte Granulome bilden, in denen der Körper den Faden einkapselt. Eine mögliche Folge sind Infektionen - und eine weitere Operation, um das Granulom zu entfernen.

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Experten zum Thema

Dr. med. Sören Könneker, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie 
Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
(0511) 53 20
www.mhh-phw.de

Dr. med.Christopher Wenck, Ärztlicher Direktor
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Helios Mariahilf Klinik
Stader Straße 203 c
21075 Hamburg
(040) 79 00 60
www.helios-gesundheit.de

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