Auberginen: Gesunde Schlankmacher

Stand: 29.10.2021 10:12 Uhr

Auberginen sind reich an Ballaststoffen - sie machen satt und bringen den Darm in Schwung. Außerdem ist die Eierfrucht nährstoffreich, wirkt antientzündlich und antioxidativ. 

Auberginen haben viele gesunde Inhaltsstoffe, die in vielerlei Weise auf unseren Körper wirken. Sie sind außerdem richtige Schlankmacher: 100 Gramm enthalten gerade mal 17 Kilokalorien - und viel Wasser. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Kartoffeln hat 73 Kilokalorien.

Bitterstoffe: Anatabin-Alkaloide lindern Gelenkschmerzen

Auberginen enthalten Bitterstoffe wie die Alkaloide Solanin und Anatabin. In großen Mengen können diese zu Übelkeit und Erbrechen führen. Aber in einer normalen Portion Auberginen sind vor allem die Anatabin-Alkaloide sehr gesund, denn sie lindern Gelenkschmerzen bei Arthrose, Arthritis und rheumatischen Erkrankungen. Und sie wirken auch bei Ischias-Schmerzen.

Doch die Anatabin-Alkaloide in der Aubergine können noch mehr: Sie sorgen dafür, dass mehr Gallensekret produziert wird und helfen so der Leber beim Fettabbau.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Anthocyane stabilisieren den Blutdruck

Die lilafarbene Schale der Aubergine ist besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyanen und Phenolsäure. Anthocyane schützen unsere Zellen vor den Angriffen durch freie Radikale, halten unsere Gefäße elastisch und unseren Blutdruck stabil.

Phenolsäure hemmt Entstehung von Krebs

Die Phenolsäuren gehören zu den Polyphenolen. Von allen Nachtschatten-Gewächsen enthält die Aubergine am meisten davon. Laborversuche haben gezeigt, dass Phenolsäuren, zu denen zum Beispiel Kaffeesäure und Ellag-Säure zählen, sogar die Entstehung von Krebs hemmen können.

Wenig Kohlenhydrate und cholesterinsenkend

Auberginen enthalten wenig Kohlenhydrate, was insbesondere für an Diabetes erkrankte Menschen wichtig ist. Durch Hemmung verschiedener Enzyme haben Auberginen einen positiven Effekt auf das LDL-Cholesterin, das mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. 

Leaky-Gut-Syndrom: Vorsicht bei Multipler Sklerose oder Schuppenflechte

Wer an einer Autoimmunerkrankung wie Multipler Sklerose oder Schuppenflechte leidet, sollte bei Auberginen vorsichtig sein: Ein häufiger Verzehr von Nachtschattengewächsen, wozu die Aubergine gehört, kann zu einem durchlässigen Darm, dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom führen. Das wiederum kann eine Ursache von Autoimmunerkrankungen sein. Menschen mit einer solchen Erkrankung können zwar Auberginen essen, aber nicht im Übermaß.

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