Stand: 15.01.2019 10:04 Uhr

Ambulante OP: Gefahr durch Vollnarkose senken

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Nach einer ambulanten OP unter Vollnarkose ist die kontinuierliche Überwachung des Erkrankten wichtig.

Viele diagnostische und chirurgische Eingriffe lassen sich ambulant in einer Arztpraxis durchführen, zum Beispiel eine Zahn-Operation, Spiegelung des Kniegelenks oder eine Sterilisation. Nach einer ambulanten Operation unter Vollnarkose können Betroffene bereits wenige Stunden nach dem Aufwachen nach Hause gehen. Doch bei unsachgemäßer Durchführung kann die Narkose zu lebenslangen gesundheitlichen Probleme führen. Es werden immer wieder einzelne Fälle von Menschen bekannt, die nach einer ambulanten Operation zum Pflegefall wurden.

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Ambulante OP: Gefahr durch Vollnarkose senken

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Eine unsachgemäß durchgeführte Vollnarkose kann zu bleibenden Schäden führen. Um das Risiko zu senken, sollten sich Betroffene vor einer ambulanten OP gründlich informieren.

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Hirnschäden durch Sauerstoffmangel

Nach einer Vollnarkose ist eine durchgehende Überwachung der Operierten besonders wichtig. Denn lange wirksame Schmerzmittel wie Opioide können noch in zu hoher Konzentration im Blut sein und die Betroffenen zu wenig atmen. Typische Anzeichen für einen Sauerstoffmangel sind blaue Finger, blaue Lippen und Schnarchen. Wird ein Sauerstoffmangel nach einer Vollnarkose im Aufwachraum nicht erkannt, können Hirnschädigungen die Folge sein.

Im Gespräch
03:46
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Vollnarkose: Was ist zu beachten?

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Wer sich in einer Arztpraxis ambulant unter Vollnarkose operieren lässt, sollte sich vor dem Eingriff gründlich informieren. Worauf ist dabei zu achten? Video (03:46 min)

Chat-Protokoll: Vollnarkose bei ambulanten OPs

Viele Menschen haben Angst vor einer Vollnarkose. Die Anästhesistin Friederike Engel hat im Visite Chat Fragen zum Thema Vollnarkose bei ambulanten OPs beantwortet. mehr

Überwachung nach Operation besonders wichtig

Mögliche Gründe für eine unzureichende Überwachung der Operierten:

  • Die Kontrolle wird durch im Anästhesie-Bereich ungeschultes Personal durchgeführt, etwa von von jemandem, der sonst an der Rezeption sitzt.
  • Fehlende Monitore, die den Sauerstoffgehalt anzeigen.
  • Verantwortliche, die sich nur auf die Alarmfunktion des Sauerstoff-Messgeräts verlassen, aber keine regelmäßigen Kontrollen durchführen.

Größere, spezielle Operationszentren und Krankenhäuser können leichter eine kontinuierliche Überwachung der Operierten sicherstellen, da sie mehr Operationen durchführen und dadurch auch mehr Personal vorhalten. Um die Überwachung der Operierten kümmern sich dort geschulte Mitarbeiter, sogenannte Fachkrankenpfleger für Anästhesie.

Ambulante Operation: Fragen an den Arzt

Vor der Operation in einer Arztpraxis sollten sich Betroffene gründlich über die Vollnarkose informieren. Wichtige Fragen an den Arzt:

  • Wie viel Personal ist am Tag der Operation im Einsatz?
  • Wer kümmert sich um die Betreuung im Aufwachraum?
  • Wie ist das Personal ausgebildet?
  • Gibt es Monitore zur Überwachung nach der Narkose?

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Experten zum Thema

Klaus Fischer, Fachanwalt für Medizinrecht
Fischer - Meissner - Scholz
Bürogemeinschaft der Rechtsanwälte Klaus Fischer und Sabine Scholz
Speicherlinie 40
24937 Flensburg
(04 61) 90 91 30
www.fischer-meissner-scholz.de

Dr. Tim Neelmeier, Richter
Landgericht Itzehoe
Theodor-Heuss-Platz 3
25524 Itzehoe

Dr. Christian Warner, Ärztlicher Leiter
Facharzt f. Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin
Leitender Notarzt
BG Klinikum Hamburg
Ambulantes Operationszentrum GmbH
Falkenried 88
20251 Hamburg
(040) 80 80 68 80
https://bgaop.de/team

Friederike Engel, Anästhesistin
Leiterin des ambulanten OP-Zentrums Asklepios
Gesundheitszentrum Mitte - St. Georg
Lohmühlenstr. 5
20099 Hamburg
(0 40) 18 18 85 26 23
www.asklepios.com

Weitere Informationen
Ambulant oder stationär - entscheiden Sie selbst
Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (PDF)
www.kvn.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 15.01.2019 | 20:15 Uhr

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