Stand: 08.11.2019 09:27 Uhr

Warum Äpfel so gesund sind

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Äpfel sind lecker und gesund, doch viele Menschen reagieren auf sie allergisch.

Der Apfel ist in Deutschland das beliebteste Obst: Im Durchschnitt isst jeder 30 Kilogramm Äpfel pro Jahr. Ein Apfel besteht zu 85 Prozent aus Wasser, enthält aber viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Kernobst hat nur 45 bis 60 Kilokalorien pro 100 Gramm. Damit eignen sich Äpfel für eine gesunde, kalorienarme Ernährung.

Rote Äpfel am Baum

Warum Äpfel so gesund sind

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Äpfel eignen sich für eine gesunde, kalorienarme Ernährung. Welche Nährstoffe stecken in dem beliebten Obst? Und was können Betroffene bei einer Apfel-Allergie tun?

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Fruchtzucker im Apfel

Äpfel und Apfel-Produkte unterscheiden sich allerdings zum Teil sehr deutlich in ihrem Gehalt an Fruchtzucker:

  • Ein 100 Gramm schwerer Apfel enthält rund sechs Gramm Fruchtzucker.

  • 250 Milliliter Apfelsaft enthalten 25 Gramm Fruchtzucker.

  • 100 Gramm getrocknete Apfelringe enthalten 54 Gramm Fruchtzucker.

Nährstoffe im Apfel

Der Nährstoffgehalt von Äpfeln variiert je nach Lagerung und Sorte. Ein Großteil der Vitamine sitzt direkt unter der Schale. Deshalb sollte man Äpfel ungeschält essen - sie vorher aber gründlich waschen. Besonders reich sind Äpfel an diesen Inhaltsstoffen:

  • Kalium ist maßgeblich für die Reizleitung im Nervensystem und für die Steuerung der Kontraktion von Muskelzellen verantwortlich. Außerdem ist Kalium an der Regulation des pH-Wertes und des Blutdrucks beteiligt.

  • Kalzium ist vorwiegend in Knochen und Zähnen gespeichert. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Reizübertragung in Nervenzellen und bei der Blutgerinnung.

  • Vitamin B1 (Thiamin) ist vor allem für die Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten verantwortlich und damit wichtig für das Gehirn und den Herzmuskel. Vitamin B1 ist außerdem an der Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln beteiligt.

  • Vitamin B2 braucht der Körper, um Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate nutzen zu können.

  • Vitamin B 6 spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion körpereigener Botenstoffe und bei der Blutbildung. Zudem ist es am Fettstoffwechsel und der Regulation des Immunsystems beteiligt.

  • Vitamin E besitzt eine antioxidative Wirkung, da sie sogenannte freie Radikale abfangen und dadurch Zellen schützen. Vitamin E kann außerdem Entzündungsreaktionen abschwächen und Arteriosklerose vorbeugen.

  • Folsäure spielt eine entscheidende Rolle bei der Zellteilung und Blutbildung.

  • Vitamin C stärkt das Immunsystem, hilft bei der Abwehr zellschädigender freier Radikale und ist wichtig für den Aufbau von Bindegewebe und für die Wundheilung.

  • Pektine sind unverdauliche Ballaststoffe in der Apfelschale, die gut für die Verdauung sind.

  • Polyphenole sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Sie wirken sich positiv auf den Blutdruck aus und hemmen Entzündungsreaktionen. Sie können das Risiko senken, an Demenz zu erkranken.

Allergie gegen Äpfel: Was tun?

Die Apfel-Allergie ist die am weitesten verbreitete Obstallergie in Deutschland. Es handelt sich in der Regel um eine Kreuzallergie: Wer auf Pollen allergisch ist, zeigt auch beim Verzehr von Äpfeln eine allergische Reaktion.

Allergiker reagieren vor allem auf moderne Apfelsorten wie Jonagold, Granny Smith, Braeburn, Elstar, Cox, Orange und Gala. In vielen jungen Sorten sind besonders viele Eiweißstoffe enthalten, die Allergikern nicht bekommen.

Schwach allergen sind alte Sorten wie der Finkenwerder Herbstprinz und der Gravensteiner sowie zum Beispiel Alkmene, Berlepsch, Boskoop, Idared, Jamba oder Rubinette. Zudem sind für die meisten Allergiker gekochte und verarbeitete Äpfel problemlos zu genießen.

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Experten zum Thema

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21720 Mittelnkirchen
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Stockmeyerstraße 43
20457 Hamburg
(040) 228 655 38
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Visite | 12.11.2019 | 20:15 Uhr

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