Stand: 24.10.2018 09:28 Uhr  | Archiv

Was jetzt im Herbst im Gemüsebeet zu tun ist

Lupine und Phacelia in einem Beet.  Foto: Udo Tanske
Eine Gründüngung nach der Ernte im Herbst, etwa mit Phacelia und Lupinen, verbessert den Boden.

Die Gartensaison neigt sich langsam dem Ende zu und das Gemüse ist weitgehend abgeerntet. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Beete für die kommende Saison vorzubereiten und zu planen, was dort wachsen soll. Um besonders gute Erträge zu erzielen, sollte man dabei auf die richtige Fruchtfolge achten, also eine bestimmte Reihenfolge einhalten, die sich nach dem Nährstoffbedarf und der Pflanzenfamilie der jeweiligen Gemüsesorten richtet. Auf diese Weise wird jede Pflanze ausreichend versorgt und der Boden laugt nicht so stark aus.

Guter Zeitpunkt für Gründüngung

Um den Boden optimal auf die neue Saison vorzubereiten, empfiehlt sich eine Gründüngung. Dazu bringt man Pflanzen wie Klee, Phacelia, Gelbsenf oder Lupinen aus und arbeitet sie, wenn sie ausgewachsen sind, einfach in den Boden ein.

Den pH-Wert bestimmen

Wer genauer wissen möchte, wie der eigene Gartenboden beschaffen ist, kann die Zeit im späten Herbst auch dafür nutzen, mit speziellen Test-Sets aus dem Gartenfachmarkt den pH-Wert zu bestimmen. In der kommenden Saison kann der Boden dann mit verschiedenen Maßnahmen entsprechend optimiert werden.

Boden auflockern

Aufgelockerter Boden © NDR Foto: Udo Tanske
Um den Boden aufzulockern, reicht es, ihn ein wenig mit einer Grabegabel oder einem Spaten einzustechen.

Der Spätherbst ist auch die richtige Zeit, um die Böden mit einer Grabegabel leicht aufzulockern, damit der Frost im Winter eindringen und den Boden aufsprengen kann. Diese sogenannte Frostgare macht die Böden locker und krümelig. Ein Umgraben, wie es früher häufig empfohlen wurde, ist hierfür nicht notwendig. Nur in wenigen Fällen kann das Umgraben sinnvoll sein, etwa bei schweren Lehmböden oder bei bestimmten Pflanzen, etwa bei Kohl. Damit dieser ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, kann es empfehlenswert sein, umzugraben und dabei Mist oder Kompost in den Boden einzubringen.

Eigenes Saatgut gewinnen

Wer mag, kann aus geeignetem Gemüse, etwa aus Tomaten, Saatgut für die kommende Saison gewinnen. Dazu die Samen mit dem sie umgebenden Fruchtfleisch herauslösen und in ein Glas mit Wasser geben. Nach zwei bis vier Tagen lösen sich die Samen und sinken zu Boden. Sie können nun gereinigt und getrocknet werden. Damit sich neue Pflanzen aus dem Saatgut entwickeln können, muss die Ursprungspflanze allerdings samenfest, also vermehrungsfähig sein, und darf nicht zu den sogenannten F1-Hybriden zählen. Es empfiehlt sich, darauf bereits beim Kauf der ursprünglichen Saatgutpackung zu achten. 

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 23.10.2018 | 16:20 Uhr

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