Ein Mann hält eine Gemüsekiste in den Händen © imago images / ingimage

Gemüse für den Winter einlagern

Stand: 04.11.2020 17:21 Uhr

Wer eine gute Ernte einfährt, kann unmöglich alles sofort essen. Das Gemüse lässt sich aber für den Winter einlagern und bleibt dann bis zum Frühling haltbar.

In den Gemüsegärten ist die Ernte im Herbst in vollem Gange. Aber wie bleibt das Gemüse möglichst lange frisch? Am einfachsten ist es natürlich, es so lange wie möglich im Beet zu lassen. Kohl beispielsweise verträgt leichte Minusgrade und kann, bis es strenge Nachtfröste gibt, im Beet stehen bleiben. Schwarzwurzeln und Topinambur können sogar den ganzen Winter im Beet bleiben und bei Bedarf ausgraben werden. Eine Schicht aus Laub oder Stroh schützt vor Kälte und sorgt dafür, dass der Boden nicht gefriert.

Gemüse beim Ernten nicht beschädigen

Möhren und Sellerie sind dagegen beliebtes Futter von Wühlmäusen, sie sollten, wenn sie erntereif sind, aus dem Beet. Spätestens wenn starke Nachtfröste angesagt sind, sollte das restliche Gemüse geerntet werden. Um es haltbar zu machen, eignet sich neben Einwecken und Einfrieren das Einlagern am besten, denn dabei bleiben die meisten Inhaltsstoffe erhalten. Aber Vorsicht beim Ernten: Beschädigtes Gemüse ist nicht lange lagerfähig. Am besten behutsam eine Grabegabel verwenden und die Erde nur leicht abklopfen.

Rote Bete, Möhren und Pastinaken in der Erde lagern

Möhren, Sellerie, Rote Bete, Petersilienwurzel, Steckrüben, Rettich und Pastinaken eignen sich bestens zum Einlagern - und zwar in Gefäßen, die bis zum Rand in der Erde eingegraben werden. Dazu eignen sich große Töpfe, angebohrte Fässer oder Milchkannen, in die man vorher kleine Löcher bohren sollte. Auf den Boden des Gefäßes eine Drainageschicht aus Blähton geben, damit das Gemüse trocken bleibt und nicht anfängt zu schimmeln. 

Auf das mit Gemüse gefüllte Gefäß einen Deckel als Regenschutz legen und diesen mit größeren Steinen beschweren. Zusätzlich das Ganze mit Tannenzweigen, Laub oder Stroh abdecken. Das schützt vor Frost

Kartoffeln mögen es dunkel, trocken und kühl

Kartoffeln lassen sich leicht einlagern: Sie kommen samt Erdresten einfach in eine Kiste im Keller, in der Garage oder im Schuppen. Die Kiste sollte möglichst einen Deckel haben, denn die Knolle mag es trocken, kühl und dunkel. Rote Bete, Knollensellerie, Möhren und Steckrüben haben es gern ein bisschen feuchter. Deshalb einfach eine Kiste mit etwas Gartenvlies oder Folie auslegen und diese mit leicht feuchtem Sand füllen. Dann das Gemüse in Schichten einlagern und mit einer weiteren Sandschicht bedecken.

Gemüse ist bis zum Frühling haltbar

In einem kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit bleibt die Ernte so bis zum nächsten Frühjahr frisch. Auch Kürbisse können einfach in einer Holzkiste eingelagert werden. Sie vertragen allerdings keine Temperaturen unter zehn Grad Celsius. 

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