Opernkonzert

Dein ist mein ganzes Herz...

Samstag, 25. April 2020, 20:00 bis 23:00 Uhr

Ob "Das Land des Lächelns", "Die lustige Witwe" oder "Der Graf von Luxemburg" - seine Operetten zogen um die Welt. Vor 150 Jahren, am 30. April 1870, wurde Franz Lehár im österreich-ungararischen Komorn geboren.

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Er vermochte es, die Menschen direkt ins Herz zu treffen mit seiner Musik: der Komponist Franz Lehár (1870-1948).

1905 erlebte er mit der "Lustigen Witwe" am Theater an der Wien seinen Durchbruch. Vier Jahre später wurde dort "Der Graf von Luxemburg" bejubelt - ein Höhepunkt in Lehárs Karriere. Schon in der Uraufführung mussten viele Nummern wiederholt werden, an die 300 Mal wurde der "Graf" anschließend en suite in Wien aufgeführt.

"Der Graf von Luxemburg"

Bühnen in ganz Europa brachten den "Grafen von Luxemburg" heraus. In Berlin besuchte Alfred Döblin eine Aufführung und schrieb: "Soviel Küsse, soviel Tanz, soviel Kränze, soviel Schlager. Die unzüchtige Zote, die süße Geilheit in Wort und Spiel und Musik: Mein Liebchen, was willst du mehr?"

Geld, Liebe und blaues Blut

Die Handlung rankt sich um den Grafen René von Luxemburg - einen Lebemann, adelig, aber in finanziellen Schwierigkeiten. Geld im Überfluss hat hingegen der russische Fürst Basil Basilowitsch. Und der hat sich in die Primadonna Angèle Didier verliebt. Er ist wild entschlossen, sie zu heiraten. Da gibt's nur ein Problem: sie braucht einen Adelstitel, sonst ist die Hochzeit nicht standesgemäß. Angèle ist dem Fürsten durchaus zugetan, das Luxusleben lockt sie - auch wenn sie ihn nicht wirklich liebt. Ein Plan wird ausgeheckt: Fürst Basil Basilowitsch verspricht dem Grafen von Luxemburg einen Haufen Geld: Er soll Angéle heiraten - ohne sie zu sehen. Sie bekommt den Adelstitel, er das Geld. Drei Monate später sollen sie sich scheiden lassen und Angèle soll die Frau von Basilowitsch werden. Doch so einfach ist die Sache am Ende natürlich nicht.

Eine Sendung von Friederike Westerhaus

Das Programm


Franz Lehár: "Der Graf von Luxemburg"
Operette in 3 Akten nach einem Libretto von Robert Bodanzky, Leo Stein und Alfred Maria Willner

René: Rudolf Schock
Angèle Didier: Lore Hoffmann
Fürst Basil Basilowitsch: Fritz Göllnitz
Armand Brissard: Rupert Glawitsch
Juliette Vermont: Anneliese Rothenberger
Sergej Mentschikoff: Joshard Daus
Pawel Pawlowitsch: Josef Dienstbier
Pelegrin: Fritz Pätzold
Gräfin Stasa Kokozew: Maria Martiensen

NDR Chor
Hamburger Rundfunkorchester
Ltg.: Wilhelm Stephan

Aufzeichnung vom 13. bis 17. Februar 1951 im NDR Studio Hamburg

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Opernkonzert

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