Stand: 20.11.2019 19:45 Uhr

Spitzentreffen: Wie geht's der Windkraft auf See?

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Mehr Strom auf See produzieren - das wünscht sich zum Beispiel Umweltminister Lies.

Obwohl die Windenergie eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen wird, stockt der Ausbau der Windenergie an Land. Ein Grund: Die Menschen wollen die Windräder nicht in ihrer Nähe haben. Anders bei den Windrädern auf See - von der Küste aus sieht man sie nur in der Ferne. Wie die Windenergie auf See weiter ausgebaut werden kann - darum ging es Mittwoch bei einem Spitzentreffen im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

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Bis zu 20 Gigawatt Strom auf See

Bund und Länder sind sich einig, dass die Anlagen auf See in den nächsten Jahren mehr leisten und bis zu 20 Gigawatt Strom produzieren sollen. Nur: Kann dieses Mehr an Energie auch von den vorhandenen Netzen aufgenommen werden? Und: Wie geht man mit dem Arten- und Naturschutz um? Unter anderem über diese Fragen diskutieren die Minister aus den norddeutschen Küstenländern zusammen mit Vertretern von Umwelt- und Seeschifffahrtsbehörden.

Wie umweltverträglich ist Offshore?

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) sieht in der Offshore-Windenergie ein großes Potenzial. Nicht nur 20, sondern bis zu 50 Gigawatt Strom könnten seiner Ansicht nach in Zukunft von den Anlagen auf See produziert werden. Er erhofft sich von den Gesprächen deshalb auch langfristige Ausbaupläne. Kritischer sind die Umweltverbände: Der Naturschutzbund NABU zum Beispiel gibt zu bedenken, dass bisher gar nicht geklärt sei, wie umweltverträglich der Windenergieausbau auf See überhaupt ist.

Enercon: Krisentreffen endet ergebnislos

Zum geplanten Abbau von Jobs beim Windanlagenhersteller Enercon gab es unterdessen am Mittwoch in Aurich ein weiteres Krisengespräch. Der Gipfel brachte nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen allerdings keine konkreten Ergebnisse für die Beschäftigten. Mehr als zwei Stunden hatten Vertreter der Landesregierung, der IG Metall und der Enercon-Spitze darüber gesprochen, welche Perspektive es für die 1.500 betroffenen Mitarbeiter geben könnte. Sie verlieren spätestens im Frühjahr ihre Jobs, weil es nach Angaben von keine Aufträge mehr für die Rotorblattproduktion gebe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.11.2019 | 08:00 Uhr

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