Kinder in der Schulklasse beteiligen sich am Unterricht. © picture alliance Foto: Sebastian Gollnow

Schule startet nach Herbstferien mit Präsenzunterricht

Stand: 20.10.2020 17:21 Uhr

Trotz deutlich gestiegener Infektionszahlen will Niedersachsen die Schulen nach Ende der Herbstferien wieder wie bislang öffnen. Das seit den Sommerferien genutzte Szenario A soll weiter gelten.

"Am Ziel, den maximalen Präsenzunterricht für die Schülerinnen und Schüler anzubieten, halten wir fest", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf Anfrage von NDR.de. Das bereits vor den Sommerferien vorgestellte Szenario A sieht Unterricht in voller Klassenstärke vor sowie feste Lern- und Bezugsgruppen, in denen der Mindestabstand entfällt.

Kommt die Maskenpflicht auch im Unterricht?

Angesichts des Infektionsgeschehens behält sich das Kultusministerium allerdings zusätzliche oder neue Maßnahmen vor, um den Präsenzunterricht im Szenario A auch perspektivisch zu sichern. Welche das sein könnten, ließ Tonne am Dienstag offen. Ergebnisse entsprechender Analysen will der Minister am Donnerstag vorstellen. Vorstellbar ist unter anderem eine Maskenpflicht auch im Unterricht: Hamburg hatte diese dort für Berufsschulen und in Oberstufen eingeführt.

Keine landesweiten Planungen für Szenario B

Für einen landesweiten Schulstart im Szenario B gebe es derzeit keine Planungen, sagte Tonne. Bei diesem handelt es sich um Schule im Wechselmodell, das nach dem Schulneustart im Mai und Juni angewendet wurde. Dabei müssen die Klassen geteilt werden, Homeschooling und Präsenzunterricht wechseln sich ab.

Kitas ohne weitere Einschränkungen

Auch bei den Kitas plant das Kultusministerium derzeit keine grundsätzlichen Einschränkungen. Tonne verwies auf die Erfahrungen des ersten Shutdowns im Frühjahr. Erst an letzter Stelle solle es aufgrund der Corona-Pandemie Einschnitte im Bildungs- und Betreuungssystem geben, so der SPD-Politiker.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.10.2020 | 18:00 Uhr

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