Stand: 13.08.2019 07:29 Uhr

Perseiden: Sternschnuppen blitzen zwischen Wolken

Jedes Jahr um die gleiche Zeit gibt es einen Perseidenstrom. Diesmal waren es allerdings weniger als sonst.

Der Perseiden-Strom hat in der Nacht zu Dienstag seinen Höhepunkt erreicht - allerdings trübten Regen und Wolken vielerorts das besondere Erlebnis. Mit etwas Glück konnten Beobachter dennoch ungewöhnlich viele Sternschnuppen am Nachthimmel entdecken, etwa in Planetarien und Sternwarten beim gemeinsamen Sternschnuppen-Schauen. Die Perseiden sind ein wiederkehrender Meteorstrom, der jährlich Mitte August viele Sternschnuppen erzeugt. Sie bestehen aus den Auflösungsprodukten eines Kometen.

Ein Sternenhimmel.

Eine Nacht voller Sternschnuppen

Hallo Niedersachsen -

Dank eines Perseiden-Stroms ist die Gelegenheit, Sternschnuppen zu sehen, zurzeit günstig. Das lockt Besucher in die Sternwarte Braunschweig - mittendrin Reporter Tino Nowitzki.

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Die meisten Sternschnuppen gibt es tagsüber

"Es gibt Leute, die wirklich viele Sternschnuppen beobachtet haben", berichtet Carolin Liefke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Haus der Astronomie in Heidelberg. Eine gute Zeit zum Sternschnuppen-Schauen sei der frühe Dienstagmorgen gewesen. "Wenn der Mond untergegangen ist, lässt sich das Schauspiel am besten genießen." Experten hatten diesmal weniger Perseiden als sonst vorhergesagt. Die Schwerpunktphase, in der knapp 100 Sternschnuppen pro Stunde regnen, dauert noch bis 17 Uhr - zu sehen sein werden die mit bloßem Auge allerdings nicht.

Perseiden sind Trümmer eines Kometen

Das Phänomen tritt alljährlich etwa zur selben Zeit auf - und besteht eigentlich nur aus Kometenschrott: Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dabei dringen zahllose Staubpartikel aus dem Schweif des Kometen in die Erdatmosphäre ein, wo sie verglühen und einen hell leuchtenden Streifen am Nachthimmel hinterlassen. Nicht nur in der einen Nacht, sondern auch in den Nächten davor und danach treten Hunderte der Trümmerteile, die meist millimeterklein sind, mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Sie verglühen durch Reibungshitze in 80 bis 300 Kilometer Höhe.

Sternbild Perseus gab Sternschnuppen ihren Namen

Ihre Bezeichnung haben die Perseiden vom Sternbild Perseus. Denn es wirkt, als liege dort der Ausgangspunkt der Meteore. Zuweilen hört man auch die Bezeichnung "Tränen des Laurentius". Der Heilige Laurentius starb laut Überlieferung am 10. August des Jahres 258 den Märtyrertod.

Die wichtigsten Meteorströme

Neben den Perseiden gibt es noch weitere Meteorströme, die jährlich zu beobachten sind:

  • Quadrantiden: Sie treten in der ersten Januarwoche auf und haben ihren Höhepunkt in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar. Bei idealen Bedingungen sind bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten.
  • Lyriden: Der Meteorstrom der Lyriden ist jedes Jahr für mehrere Tage im April zu sehen. Die beste Beobachtungszeit ist in den frühen Morgenstunden.
  • Geminiden: Mit bis zu 130 Sternschnuppen pro Stunde gelten die Geminiden als der stärkste Meteorstrom des Jahres. Sie haben ihren Höhepunkt um den 14. Dezember. Aufgrund der vielen hellen Sternschnuppen sind sie besonders eindrucksvoll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.08.2019 | 10:30 Uhr

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