Stand: 25.05.2020 15:38 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

"Niedersächsischer Weg" für den Artenschutz

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Zum "Niedersächsichen Weg" gehört auch ein Wildnis-Gebiet im Solling. (Archivbild)

Landwirte, Naturschützer und die niedersächsische Landesregierung haben einen gemeinsam Plan für den Natur- und Artenschutz entwickelt - mit verbindlichen Zielen. Das Artenschutz-Abkommen ist nach Angaben der Initiatoren bundesweit einmalig und läuft unter dem Titel "Niedersächsischer Weg". Am Montag haben die Beteiligten ihre Absichten mit ihren Unterschriften im Wunstorfer Ortsteil Mesmerode (Region Hannover) bekräftigt.

Gemeinsamer Weg für mehr Naturschutz

Hallo Niedersachsen -

Bauern, Naturschützer und Vertreter und Vertreterinnen der Landesregierung haben sich mit einem Vertrag zum Natur- und Artenschutz bekannt. Wird damit wirklich Geschichte geschrieben?

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Zehn Prozent Bio-Bewirtschaftung

Im Mittelpunkt des Artenschutz-Abkommens: verminderter Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz-Mittel, breitere naturnahe Streifen an Flüssen und Gräben, Schutzprogramme für Wiesenvögel und ein Wildnis-Gebiet im Solling. Mindestens zehn Prozent der Bauernhöfe in Niedersachsen sollen nach Bio-Kriterien wirtschaften. Landwirte sollen vom Land Geld erhalten, wenn sie den Naturschutz vorantreiben.

Gesetzesänderung notwendig

120 Millionen Euro hat das Land für Artenschutzmaßnahmen zugesagt. Kritiker halten dies für zu wenig. Viele Detailfragen sind noch offen, außerdem müssen für die Umsetzung noch Gesetze geändert werden. Landvolk, Umweltverbände und Politik rechnen in den kommenden Monaten mit weiteren harten Verhandlungen.

Streit um Volksbegehren im Vorfeld

Um die Vereinbarung hatte es Streit gegeben, weil insbesondere die Umweltorganisation Naturschutzbund (NABU), die zu den Unterzeichnern gehört, gleichzeitig auch ein Volksbegehren für mehr Artenschutz unterstützt. NABU-Landeschef Holger Buschmann hatte Anfang Mai betont, dass eine Vereinbarung mit dem Land das Volksbegehren nicht überflüssig mache: "Solange ich kein Gesetz beschlossen habe, solange ich nicht wirklich was in der Hand habe, kann ich ein Volksbegehren nicht hergeben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.05.2020 | 15:00 Uhr

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