Stand: 05.11.2018 16:50 Uhr

Nach JA-Auflösung: Verfassungsschutz überwacht weiter

Trotz der Auflösung des niedersächsischen Landesverbands der Jungen Alternative (JA) will der niedersächsische Verfassungsschutz dessen Mitglieder weiter beobachten. Das kündigte die Behörden-Chefin Maren Brandenburger an, nachdem die Junge Alternative am Sonntag auf ihrem Bundeskongress die Auflösung beschlossen hatte. Der Landesverband habe unter anderem gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik verstoßen, so die Begründung der JA.

Neuer Landesverband ab Januar

Brandenburger sagte nun, dass der Verfassungsschutz den Auftrag habe, nicht nur die Junge Alternative als Organisation, sondern auch deren Personal zu beobachten. Es gebe nach wie vor große personelle und inhaltliche Nähe zu rechtsextremen Gruppen wie der Identitären Bewegung, so Brandenburger laut NDR 1 Niedersachsen. Es sei keineswegs klar, ob die bisherigen Mitglieder des Landesverbandes in den Bundesverband wechseln oder sich in absehbarer Zeit neu formieren. Der niedersächsische Verfassungsschutz hat vor zwei Monaten angefangen, die Junge Alternative zu überwachen. Die Verfassungsschützer begründen das unter anderem damit, dass die Jugendorganisation Einwanderer und Muslime pauschal abwerte.

Neue Jugendorganisation der AfD innerhalb von acht Wochen geplant

Die JA hatte nach ihrem Bundeskongress außerdem angekündigt, im Januar einen neuen Landesverband formieren zu wollen. "In Niedersachsen wird es innerhalb der kommenden acht Wochen eine neue Jugendorganisation geben", sagte auch die AfD-Landesvorsitzende Dana Guth am Montag.

In dieser Woche treffen sich die Abteilungsleiter der Landesämter für Verfassungsschutz, um erneut über die Beobachtung der AfD zu beraten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.11.2018 | 16:00 Uhr

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