Ein Rettungswagen mit der Aufschrift "Telenotarzt" steht vor einem Hochhaus. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer/dpa

Erste Bilanz: Der Telenotarzt ist ein Modell für die Zukunft

Stand: 25.02.2021 21:10 Uhr

Goslar ist Vorreiter in Niedersachsen: Sanitäter können sich dort bei Fragen per Videoschalte mit einem Notarzt verbinden lassen. Die vorläufige Bilanz bei 300 Einsätzen im Pilotprojekt: positiv!

Der Telenotarzt ist demnach nicht nur deutlich schneller beim Patienten - in 90 Prozent der Einsätze in unter fünf Minuten, weil die Anfahrt entfällt. Die Behandlungsdauer ist mit 36 Minuten auch deutlich kürzer als bei regulären Einsätzen vor Ort. Die Notärztin Christina Höff ist seit Januar als Telenotfallärztin im Einsatz. Während drei ihrer Kollegen rausfahren, dirigiert sie am Rechner und per Handy Einsätze. "Man gewöhnt sich schnell daran, völlig anderes arbeiten", beschreibt Höff auf NDR 1 Niedersachsen ihre mehrwöchigen Erfahrungen mit der neuen Technik.

Ein neues Werkzeug zur feineren Abstimmung

Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes in Goslar, Tobias Steffen, sieht im Telenotarzt ein "neues Werkzeug", mit dem sich die medizinische Erstversorgung bei Notfällen künftig effektiver gestalten lassen könnte. Statt auf Verdacht ein komplettes Notarzteinsatzfahrzeug auf den Weg zu schicken, könne man jetzt in der Kombination von Rettungswagen und einem Telenotfallarzt per Videoschalte "viel feiner abgestimmt reagieren". Das Projekt läuft über zwei Jahre, die Ergebnisse sollen zeigen, wie Niedersachsen auf Telemedizin umgestellt werden kann.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 25.02.2021 | 19:30 Uhr

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