Stand: 14.01.2018 12:00 Uhr

Windparks auf See liefern immer mehr Strom

Die Windparks in Nord- und Ostsee haben ihre Stromproduktion im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Wie Netzbetreiber Tennet mitteilte, lieferten allein die Anlagen in der Nordsee im vergangenen Jahr 16 Terawattstunden und damit 47 Prozent mehr als 2016. Dazu kamen rund 1,5 Terawattstunden aus der Ostsee. Die Gesamtsumme sei mit 17,5 Terawattstunden mehr als der jährliche Stromverbrauch in Berlin, so der Netzbetreiber, der verantwortlich für den Transport des Windstroms vom Meer an Land und in die Hochspannungsnetze ist.

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"Wichtige Energiegröße geworden"

"Das kräftige Wachstum bei der Nordsee-Windernte zeigt, dass Offshore-Windstrom zu einer wichtigen Energiegröße bei gleichzeitig hoher Verlässlichkeit geworden ist", sagte Lex Hartman aus der Tennet-Geschäftsführung.

Gemessen an der gesamten Windstrom-Produktion in Deutschland betrug der Offshore-Anteil laut Tennet 17,3 Prozent - 15,9 Prozent aus der Nordsee. Am Spitzentag, dem 22. Oktober, erreichten die Nordsee-Windparks eine Einspeiseleistung von 4.350 Megawatt; das entspricht vier bis fünf sehr großen Kohle- oder Atomkraftwerken an Land. Die maximale Kapazität erreichte zum Jahresende 4.687 Megawatt. Zum Halbjahr 2017 waren 1.055 Offshore-Windräder am Netz, die Zahl für das Jahresende liegt noch nicht vor.

Kapazität soll weiter ausgebaut werden

Der Betreiber hat die Kapazität zur Übertragung des erzeugten Stroms mit zehn Netzanschlüssen auf bislang 5.332 Megawatt ausgebaut. "Damit erfüllt Tennet schon jetzt mehr als 82 Prozent des Ausbauzieles der Bundesregierung, das Offshore-Windkapazitäten von 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht", sagte Hartman. Zwei weitere Anbindungssysteme würden bis 2019 fertiggestellt, sodass dann 7.132 Megawatt Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehen werden. Bis 2025 soll die Kapazität durch vier weitere Anbindungen auf mehr als 10.000 Megawatt steigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 14.01.2018 | 12:00 Uhr

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