Pressefreiheit nach dem Krieg: Der Neustart im Norden

Vor dem Hintergrund einer gleichgeschalteten Medienpolitik während der NS-Zeit mit Abschaffung der Pressefreiheit gehen die Besatzer nach Ende des Zweiten Weltkriegs sehr restriktiv mit der Ausgabe von zum Beispiel Zeitungslizenzen um. Besonders die im Norden stationierten britischen Presseoffiziere legen großen Wert auf die behutsame Wiederherstellung des Verhältnisses der Deutschen zur Demokratie. Nach und nach entwickelt sich die neue Medienlandschaft.

Das NWDR-Funkhaus an der Rothenbaumchaussee in Hamburg 1949 © NDR

Kriegsende 1945: Von Radio Hamburg zum NWDR

Nach Kriegsende übernimmt das britische Militär die Aufsicht über die Hamburger Medien. Kurz darauf wird aus Radio Hamburg der NWDR. mehr

Hans Eckensberger (links) erhält aus der Hand des britischen Brigadegenerals W. L. Gibson die Lizenz-Urkunde. In der Mitte: Captain Hicks, höchster englischer Offizier in Braunschweig.  Das Foto wurde in der Erstausgabe 8. Januar 1946 veröffentlicht. © Braunschweiger Zeitung

Presse-Neustart nach dem Krieg: Wie die "BZ" gegründet wurde

Die "Braunschweiger Zeitung" war die erste im Norden, die 1946 eine Lizenz der Briten erhielt. Die erste Ausgabe erschien am 8. Januar. mehr

Lizenträger Lovis Lorenz (l) nimmt am 15. Februar 1946 in Hamburg vom britischen Militärgouverneur von Hamburg (r) die Lizenz-Urkunde für die Wochenzeitung "Die Zeit" entgegen. © picture-alliance / dpa Foto: dpa gns

1946 beginnt die neue "Zeit"

Deutschland liegt in Trümmern, als 1946 in Hamburg eine neue Zeitung startet. Ihr Ziel: stets "ungeschminkt die Wahrheit sagen". mehr

Das Cover der ersten Ausgabe von "Diese Woche". © SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG

"Spiegel"-Vorläufer "Diese Woche" erscheint 1946 in Hannover

Im November 1946 halten die Menschen das Nachrichtenmagazin "Diese Woche" aus Hannover erstmals in der Hand. Bald wird daraus "Der Spiegel". mehr

Das Cover der ersten Ausgabe von "Der Spiegel". © SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG

Seit Jahrzehnten blickt Deutschland in den "Spiegel"

3.650 Ausgaben, 378.000 Artikel, zahlreiche aufgedeckte Skandale: Der "Spiegel" ist bis heute das meistzitierte Medium Deutschlands. Am 4. Januar 1947 erschien er zum ersten Mal. mehr

Mitarbeiter in der Hamburger dpa-Zentralredaktion 1956 © dpa

Aufbruch in freien Journalismus: Die Gründung der dpa

Am 1. September 1949 schickt die Deutsche Presse-Agentur von Hamburg aus ihre erste Meldung über die Ticker. mehr

Sogenannte Trümmerfrauen entsorgen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg Schutt mit Loren. © picture alliance / akg-images

Nachkriegszeit: Trauer, Trümmer, Teilung - und Aufbruch

Nach dem Krieg sind die deutschen Städte eine Trümmerlandschaft. Das Land wird in vier Besatzungszonen aufgeteilt. mehr

Mehr Geschichte

Das durch eine durchbrochene Stahlwand stilisierte Hauptor der Gedenkstätte Esterwegen, aufgenommen im Oktober 2011. © picture alliance / dpa Foto: Ingo Wagner

KZ-Gedenkstätte Esterwegen erinnert an die "Hölle im Moor"

Rund 30.000 Menschen starben in den Nazi-Lagern im Emsland. Seit genau zehn Jahren erinnert die Gedenkstätte in Esterwegen an die Opfer. mehr

Norddeutsche Geschichte