Der Potsdamer Platz in Berlin-Mitte mit Potsdamer Bahnhof und Haus Vaterland um 1920. Fotopostkarte, Sammlung Archiv für Kunst und Geschichte, Berlin. © picture alliance / akg-images

30. August 1872: Einweihung des neuen Potsdamer Bahnhofs

Sendung: ZeitZeichen | 30.08.2012 | 20:15 Uhr | von Hilt, Kerstin
15 Min

Am 30. August 1872 wird der neue Potsdamer Bahnhof in Berlin eingeweiht. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als Kaiser Wilhelm I. aus diesem Anlass seinem Salonwagen entsteigt: Hier ein alternder Regent, gerade zurückgekehrt von einer sommerlichen Kur in Bad Gastein - dort ein hochmoderner Verkehrspalast, der mit seiner historisierenden Fassade nur halbherzig zu verbergen sucht, wie schnell und rastlos die Welt geworden ist. Rund um den Potsdamer Bahnhof wird Berlin bald am lautesten und sündigsten. In unmittelbarer Nachbarschaft: Büros, Banken, Amüsierbetriebe; die Kreuzung direkt vor dem Gebäude wird in den 1920ern zum wohl verkehrsreichsten Platz Europas. Im Zweiten Weltkrieg wird der Bahnhof zerbombt und vegetiert bis zum Mauerfall im Niemandsland zwischen Ost und West dahin. Mittlerweile ist er ganz in den Untergrund verbannt.

Mehrere Schafe schwimmen in einem Priel in Friedrichskoog. © Landesarchiv Schleswig-Holstein/LASH Abt. 2003.2 Nr. 678 Foto: Gerhard Garms

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