Stand: 14.11.2018 12:51 Uhr

Schulabgänger ohne Abschluss

Im Vergleich zu anderen Ländern ist es in Deutschland relativ schwer, ohne Schulabschluss einen passenden Job zu finden. Selbst Absolventen mit einem Hauptschulabschluss haben es oft nicht leicht, eine Arbeit zu finden. Richtig schlecht sieht es ganz ohne Schulabschluss aus.

Tochter, die auf der Flöte spielt.

Bildungspaket erreicht arme Kinder nicht

Panorama 3 -

Mit dem "Bildungs- und Teilhabepaket" sollte armen Kindern geholfen werden. Seitdem gibt es bis zu 100 Euro pro Jahr für Schulbedarf. Doch die Hilfe verpufft häufig.

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Mit mehr als 49.000 Schulabgängen (6 Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung) haben laut Bundesbildungsbericht 2016 wieder mehr Jugendliche als in den Vorjahren die Schule verlassen, ohne mindestens den Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Dabei handelt es sich vornehmlich um einen Anstieg bei ausländischen Jugendlichen. In den Jahren davor war die Abbrecherquote stetig gefallen: 2009 waren es 6,6 Prozent, 2013 nur noch 5,2 Prozent.

Bei den steigenden Abbrecherzahlen handelt es sich laut Bildungsbericht jedoch nicht um einen generellen Trend. "So erhöhten sich zwar Zahl und Quote in einigen Landesteilen deutlich (Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland), in anderen Ländern setzte sich jedoch der Positivtrend einer Reduzierung der Abgängerzahl und -quote auch zwischen 2014 und 2016 fort (Bremen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen)."

Überdurchschnittliche Abbrecherquoten gebe es in Ostdeutschland und vor allem bei den Ländern mit hohen Schüleranteilen, die Mindeststandards beim Lesen nicht erreichen. Lesefähigkeit könnte die zentrale Kompetenz sein, die über einen erfolgreichen Abschluss an einer Schule entscheidet.

Die folgende Grafik zeigt die Abbrecherquoten nach Bundesländern und Geschlecht. Lesebeispiel: In Niedersachsen haben 4 Prozent der weiblichen Schüler die Schullaufbahn ohne Abschluss beendet, aber 6 Prozent der männlichen Schüler. Die Prozentwerte zeigen den Anteil der Abgänger an der gleichaltrigen Bevölkerung.

Auf Kreise heruntergebrochen (Zahlen von 2014) ist der Anteil der Schulabbrecher im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt am höchsten - 14,4 Prozent. Eine hohe Zahl von Schulabbrechern gibt es vor allem in den ostdeutschen Regionen sowie in Schleswig-Holstein. In Bayern hingegen sind die Abbrecherquoten vergleichsweise niedrig.

 

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Dieses Thema im Programm:

Panorama 3 | 13.11.2018 | 21:15 Uhr