Stand: 20.02.2017 14:57 Uhr

Hashimoto-Thyreoiditis erkennen und behandeln

Diagnose

Der Arzt fragt nach den Beschwerden und tastet die Schilddrüse auf Vergrößerungen oder Knoten ab. Er nimmt Blut ab, um die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 und die des TSH zu messen. TSH (Thyroidea-Stimulierendes Hormon, Thyreotropin) ist ein Hormon aus der Hirnanhangdrüse, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt. Sinken die Schilddrüsenhormonwerte, kurbelt der Körper die TSH-Produktion an. Ein erhöhter TSH-Wert kann also auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hindeuten. Außerdem wird das Blut auf bestimmte typische Antikörper untersucht: gegen Thyreoperoxidase (TPO-AK/MAK) und gegen Thyreoglobulin (Tg-AK).

Struktur und Größe der Schilddrüse untersucht der Arzt mittels Ultraschall. Eine Schilddrüsenpunktion ist in der Regel nur bei unklaren Schilddrüsenknoten mit Verdacht auf bösartige Veränderungen erforderlich. Bei einer mikroskopischen Untersuchung des Schilddrüsengewebes lassen sich deutlich mehr weiße Blutkörperchen nachweisen als bei einer gesunden Schilddrüse.

Zur Abklärung einer begleitenden Zöliakie kann eine Blutuntersuchung auf Transglutaminase sowie Endomysium- und Yersinia-enterocolitica-Antikörper erfolgen. Ergänzend kann es sinnvoll sein, den Status von Selen, Zink, Vitamin D sowie den Nüchternblutzuckerwert zu bestimmen.

Therapie

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Frisches Sauerkraut enthält Milchsäurebakterien und ist deshalb ein gutes Probiotikum, hilft also der Darmflora.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar. Hormontabletten beseitigen zwar den Mangel an Schilddrüsenhormonen, die zugrunde liegende Autoimmunkrankheit beheben sie nicht. Das richtige Einstellen der Dosis mittels Hormontabletten kann langwierig sein, da Schwankungen oder Schübe zum Krankheitsbild gehören können.

Zu viel Jod kann den Verlauf der Erkrankung vermutlich negativ beeinflussen. Daher sollten Patienten Jod in hoher Dosis meiden. Ein- bis zweimal wöchentlich Seefisch wie Makrele, Hering oder Seelachs zu essen ist jedoch wegen der entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren empfehlenswert. Positiv auf den Immunprozess und entzündungshemmend wirkt auch das Spurenelement Selen (etwa in Lachs oder Kabeljau, aber auch in Champignons und Paranüssen).

Mehr als die Hälfte unserer Immunzellen liegen im Darm. Daher ist eine gesunde Darmflora wichtig für ein intaktes Immunsystem. Dem Darm helfen Probiotika - die stecken etwa in Sauerkraut, Joghurt oder Miso-Suppen. Dadurch, dass sie die Darmflora verändern, helfen Probiotika auch beim Abnehmen. Mithilfe des Intervallfastens und einer kohlenhydratarmen Ernährung (Logi-Prinzip) können auch bei Hashimoto-Kranken die Pfunde purzeln.

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Nachts und morgens 16 Stunden fasten, tagsüber binnen acht Stunden zwei Mahlzeiten essen: Solches Intervallfasten gibt dem Körper täglich viel Zeit zur Fettverbrennung.

Da Hashimoto auffällig häufig gemeinsam mit Glutenunverträglichkeit auftritt, kann es helfen, glutenhaltige Getreide zu meiden - Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel. Steigen Sie um auf sogenannte Scheingetreide wie Buchweizen, Amarant und Quinoa.

Häufig haben Menschen mit Schilddrüsen-Unterfunktion einen Vitamin-D-Mangel. Zu viel Sonnencreme im Sommer, unter Umständen auch stark UV-blockende Tagescremes, sind daher nicht zu empfehlen. Schon Lichtschutzfaktor acht kann die Vitamin-D-Produktion zu fast 97 Prozent blockieren. Damit unser Körper genug von dem immunstärkenden Vitamin bilden kann, sollten wir uns täglich - gerade auch im Sommer - fünf Minuten ohne Sonnenschutz draußen bewegen: Unterarme und Gesicht frei.

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