Sendedatum: 11.06.2013 20:15 Uhr  | Archiv

"Es ist wichtig, Herzrhythmusstörungen zu dokumentieren"

Unbekannt 2: Beide Elternteile sind am Herzinfarkt gestorben. Wie gefährdet bin ich dadurch?

Dr. Renate Schnabel: Die Familien-Anamnese ist häufig ein zu wenig beachteter, gravierender Risiko-Faktor für den Herzinfarkt. Damit tragen Sie eventuell ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Dies sollten Sie ausführlich mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Marcel: Ich bin zwar ein Junge aber, ist ein Ziehen im Brustkorb und Herzen beim Atmen bedenklich? (Manchmal für 2-5 Minuten, bin 15)

Dr. Renate Schnabel: Wahrscheinlich sind diese Symptome, wenn sie alleine auftreten, unbedenklich. Wenn Sie allerdings wiederholt diese Beschwerden haben, können Sie diese dem Hausarzt schildern, der gegebenenfalls eine weitere Diagnostik einleiten wird.

Ana: Ich habe öfters leichte Atemnot beim Treppensteigen und bin schnell außer Puste. Kann das mit dem Herz zusammenhängen?

Dr. Renate Schnabel: Prinzipiell kann Luftnot einen Hinweis auf eine Herz- oder Lungenerkrankung darstellen. Um das Risiko weiter einzuschätzen, benötigt man jedoch mehr Informationen (Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, Nikotin-Konsum, u.a.).

Unbekannt : Welche bildgebenden Untersuchungen gibt es, einen zurückliegenden Herzinfarkt festzustellen ?

Dr. Renate Schnabel: Ein klassisches nichtinvasives Verfahren, das weit verbreitet ist, ist Ultraschall des Herzens in Ruhe und unter Belastung (Echokardiographie). Der Einsatz spezieller Verfahren, wie der Cardio-MRT, Myokard-Szintigraphie oder Positronen-Emissions-Tomographie hängt von der speziellen Fragestellung ab.

Frau W., 47 Jahre: Kann man im Doppler einen Herzinfarkt oder eine Vorstufe bereits sicher erkennen, wenn man unter den in der Sendung genannten Symptomen sporadisch immer wieder leidet?

Dr. Renate Schnabel: In der Ultraschall-Diagnostik des Herzens (Echokardiographie inklusive Doppler/Gewebe-Doppler) kann man abgelaufene Herzinfarkte häufig erkennen. Solange noch keine Herzmuskelschädigung durch einen Herzinfarkt stattgefunden hat, kann man Vorstufen nicht in der Ruheuntersuchung nachweisen. Jedoch kann man eine Echokardiographie auch unter Belastung (Ergometrie oder medikamentös) durchführen und Vorstufen eines Herzinfarktes nachweisen.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 11.06.2013 | 20:15 Uhr

Mehr Gesundheitsthemen

Visualisierung: Coronavirus. © picture alliance / 360-Berlin

Corona behandeln: Welche Therapien helfen bei Covid-19?

Ärzte können gezielt Medikamente verabreichen, um schwere Schäden durch das Coronavirus zu verhindern. mehr

Drei verschiedene Sorten Algen auf einem Teller Angerichtet © Colourbox

Frische Algen essen: Ideal für eine gesunde Ernährung

Algen sind reich an Nährstoffen und mittlerweile sehr beliebt. Doch bei einigen Produkten ist Vorsicht geboten. mehr

Eine 3D Grafik einer menschlichen Halsschlagader © panthermedia Foto: Eraxion

Verengte Halsschlagader: Schlaganfall vermeiden

Wer sollte seine Halsschlagadern regelmäßig untersuchen lassen? Und wie lässt sich eine verengte Arterie behandeln? mehr

Eine Frau fasst sich an ihren Bauch, der gerötet dargestellt wird. © Fotolia Foto:  Robert Kneschke

Darmentzündung durch Divertikel richtig behandeln

Divertikulose ist eine Darmerkrankung, die zu schweren Entzündungen führen kann. Was hilft bei Divertikulitis? mehr

Der Virologe Prof. Christian Drosten und die Virologin Prof. Sandra Ciesek (Montage) © picture alliance/dpa, Universitätsklinikum Frankfurt Foto: Christophe Gateau,

Coronavirus-Update: Podcast mit Christian Drosten & Sandra Ciesek

Hier finden Sie alle bisher gesendeten Folgen zum Nachlesen und Nachhören sowie ein wissenschaftliches Glossar und vieles mehr. mehr