Stand: 30.01.2018 12:52 Uhr

Verspannungen: Nackenkissen können helfen

Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett - und darüber, wie erholsam der Schlaf ist, entscheidet auch das Kissen. Verspannungen im Nackenbereich können ein Zeichen dafür sein, dass der Kopf im Schlaf falsch liegt. Abhilfe sollen sogenannte Nackenstützkissen schaffen. Doch ein Universalkissen für alle gibt es nicht: Das Kissen muss individuell auf den Körperbau abgestimmt sein.

Ein Skelett liegt auf einem Kissen.

Verspannungen: Nackenkissen können helfen

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Verspannungen im Nackenbereich können ein Zeichen dafür sein, dass der Kopf im Schlaf falsch liegt. Abhilfe können Nackenkissen schaffen. Was bringen sie? Worauf sollte man achten?

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Die Form ist wichtig

Ist das Kissen so groß, dass es die Wirbelsäule insgesamt anhebt, fehlt die Unterstützung am Kopf und die Halswirbelsäule wird geknickt. Werden die Muskeln in diesem Bereich ständig fehlbelastet, verdicken sie sich und drücken auf die Nerven. Das führt zu Verspannungsschmerzen, manchmal auch Taubheitsgefühl und Kopfschmerzen. Wenn ein Kissen richtig stützt, liegt die Halswirbelsäule in Verlängerung der Brustwirbelsäule. Das leisten kleinere Kissen meist besser. Generell sollte nur der Kopf auf dem Kissen liegen, nicht die Schulter. Nackenkissen sollen durch ihre vorgeformte Form den Kopf richtig stützen, Fehlhaltungen korrigieren und so Verspannungen lindern oder ihnen sogar vorbeugen.

Kaufkriterium Schlafposition

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Nackenkissen müssen individuell auf den Körperbau abgestimmt sein.

Wer vor allem auf dem Rücken schläft, sollte seinen Kopf auf ein kleines, flaches Kissen betten. Zu flach darf es aber auch nicht sein, sonst werden die keinen Wirbel der Halswirbelsäule überstreckt und können vorzeitig verschleißen. Das Kinn sollte in Rückenlage nicht auf der Brust liegen, die Nase sollte nach oben zeigen, nicht nach vorn. Seitenschläfer brauchen meist ein dickeres Kissen. Wichtig ist, dass es den Kopf so stützt, dass die Wirbelsäule im Schlaf ihre natürliche Form behält und bis zum Becken eine gerade Linie bildet. Bauchschläfer liegen eigentlich immer falsch, denn sie verdrehen ihren Hals. Über kurz oder lang bekommen sie Probleme im Nackenbereich. Ist das Kissen dann zu hoch, wird es besonders schlimm.

Die Matratze entscheidet

Wichtig bei der Auswahl des richtigen Kissens ist der Härtegrad der Matratze. Darum sollte man beim Kauf mit dem Kissen auf einer ähnlichen Matratze wie zuhause probeliegen. Grundsätzlich gilt: Ist die Matratze hart und die Schulter sinkt nicht ein, muss das Kissen höher sein. Ist die Matratze weich, muss das Kissen flacher sein. Nackenkissen aus mehreren Lagen lassen sich besser anpassen.

Weitere Informationen

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Interviewpartner

Petra Schäfer, Physiotherapeutin
Individuelle, physiotherapeutische Liegeberatung
Betten Remstedt
Alsterdorfer Straße 54, 22299 Hamburg
Tel. (040) 511 90 22
Internet: www.betten-remstedt.de

Dr. Sabine Bleuel, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Orthopädie und Chirurgie Elbchaussee
Elbchaussee 567, 22587 Hamburg
Tel. (040) 86 23 21, Fax (040) 86 81 65
Internet: www.orthopaedie-elbchaussee.de

Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
DGSM-Geschäftsstelle, c/o Hephata-Klinik
Schimmelpfengstraße 2, 34613 Schwalmstadt-Treysa
Internet: www.dgsm.de
Online-Patientenratgeber zu Schlafstörungen:

Ratgeber:
test Jahrbuch 2018: Mehr als 110 Tests und Reports.
288 S., Stiftung Warentest (2017), 14,90 Euro
           
Peter Spork: Das Schlafbuch. Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt.
320 S., Rowohlt (2008), 9,99 Euro

Dieses Thema im Programm:

Visite | 30.01.2018 | 20:15 Uhr

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