Stand: 31.07.2017 19:03 Uhr  | Archiv

Smartphone-Nacken: Was bei Schmerzen hilft

Ein Mann mit Smartphone in der Hand greift sich in den Nacken. © fotolia.com Foto: Tom Wang
Der ständige Blick aufs Smartphone führt zu Fehlhaltungen und zu Schmerzen.

Unter Nackenschmerzen leiden immer mehr Menschen. Typische Symptome sind Schmerzen bei jeder Bewegung, der Kopf scheint zu schwer für den Hals. Doch die meisten Nackenbeschwerden lassen sich vermeiden, denn die Hauptursache sind ständige Fehlhaltungen. Darunter leiden laut einer Studie auch sehr junge Menschen, die dauernd aufs Smartphone schauen.

Geneigter Kopf belastet Wirbel und Muskeln

Ist der Kopf ständig nach vorn geneigt, lastet ein Vielfaches seines Gewichtes von rund fünf Kilo an der Halswirbelsäule. Mit schwerwiegenden Folgen: Einige Muskeln werden dauerhaft überdehnt, andere dauerhaft angespannt - das führt zu einem Ungleichgewicht. Auch die Halswirbel leiden, weil sie in eine unnatürliche Position gezogen werden.

Wenig Bewegung ist schlecht für den Nacken

Und es trifft nicht nur die Benutzer von Smartphones: Wer sich wenig bewegt und viel sitzt, lange starr auf Fernseher, Bildschirm oder Zeitschrift guckt, bekommt häufig Nackenschmerzen. Bei älteren Menschen führt oft Verschleiß zu zusätzlichen Schmerzen. Durch falsches Sitzen und wenig Bewegung entstehen im Halswirbelbereich weitere Blockaden. Um das auszugleichen, spannt sich die Muskulatur an. Sie wird dicker und angespannt, drückt auf die Nerven und verursacht Schmerzen - ein Teufelskreis.

Gleitsichtbrille kann Schmerzen hervorrufen

Eine weitere Gefahr für den Nacken kann eine Gleitsichtbrille sein: Sie bietet verschiedene Zonen für die Fernsicht und für die Nähe. In manchen Situationen lässt es sich nicht vermeiden, dass man den Kopf unnatürlich hält, um scharf zu sehen. Schlecht ist es, wenn die Gleitsichtbrille nicht richtig eingestellt ist. Stimmt der Bereich für die Nah- und Fernsicht der Gläser nicht mit den Augen überein, muss man ständig den Kopf schief halten, um optimal zu sehen.

Was bei Nackenschmerzen hilft

Eine Physiotherapie kann bei Nackenschmerzen helfen: So lockern zum Beispiel Massagen mit der heißen Rolle die verspannte Muskulatur. Und Betroffene müssen an ihrer Haltung arbeiten, um weitere Beschwerden zu vermeiden. Für eine optimale Haltung wird das Becken leicht nach vorne gekippt, das Brustbein nach vorne und oben gezogen und der Kopf gerade über den Schultern gehalten. Das Kinn sollte eher leicht Richtung Brust statt nach oben gezogen werden. Ganz wichtig: Abwechslung in der Bewegung! Wer länger sitzt - bei der Arbeit, beim Lesen oder Fernsehen - sollte öfter aufstehen und den ganzen Körper bewegen. Bildschirm, Buch und auch Handy sollten sich möglichst auf Augenhöhe befinden.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 01.08.2017 | 20:15 Uhr

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