Stand: 31.01.2017 15:31 Uhr  | Archiv

Krampfadern in der Speiseröhre: Lebensgefahr

Krampfadern können nicht nur an den Beinen auftreten, sondern auch in der Speiseröhre. Dort führen sie in einigen Fällen zu lebensgefährlichen Blutungen. Typische Symptome sind ein starkes Druckgefühl auf der Brust und das Spucken von Blut. Die Ursache für sogenannte Ösophagusvarizen ist fast immer ein schwerer Leberschaden.

Gummibandligatur stoppt Blutung

Nach dem Platzen einer Ösophagusvarize mit massiven Blutungen brauchen Betroffene in der Regel Bluttransfusionen. Das Veröden der Krampfadern ist schwierig, hat Nebenwirkungen und bringt keine guten Ergebnisse. Eine moderne Methode kann die Gefahr von schweren Blutungen eindämmen: Die Ärzte legen mithilfe eines Endoskops kleine Gummibänder über die vorgewölbten Venen und schnüren so die Blutgefäße ab.

Stent in der Leber senkt Druck

Mit einem Kathetereingriff (TIPSS) kann der hohe Druck in der Pfortader langfristig gesenkt werden. Unter Röntgenkontrolle setzen ein Leberspezialist und ein Radiologie ein Röhrchen (Stent), das die Pfortader direkt mit der Abflussvene verbindet. Durch diesen Kurzschluss sinkt der Druck in der Pfortader und das Blut fließt nicht mehr über die Adern in der Speiseröhre.

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Visite | 31.01.2017 | 20:15 Uhr

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