Stand: 14.06.2019 11:12 Uhr

Fußpflege: Tipps für schöne Füße

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Wer sich nach dem Duschen eincremt, kann die Bodylotion für die Füße mitverwenden und auf spezielle Fußcremes verzichten.

Die Füße sind die am meisten beanspruchten Körperteile. Eine regelmäßige Fußpflege ist wichtig, um Risse in der Hornhaut oder Nagelbett-Entzündungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Pflege der Füße dauert nicht lange und lässt sich leicht zu Hause durchführen. Die Ausrüstung bekommt man in der Drogerie: Zusatz für das Fußbad, Bürste, Schere, Feile, Bimsstein und Creme.

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Fußpflege: Tipps für schöne Füße

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Die tägliche Fußpflege ist nicht aufwendig. Doch wie entfernt man Hornhaut und Hühneraugen am besten? Wie schneidet man die Fußnägel richtig? Und worauf sollten Diabetiker achten?

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Füße täglich waschen und eincremen

Als tägliche Fußpflege reicht es, die Füße einzuseifen, abzuspülen und danach gründlich abzutrocknen. Um Fußpilz vorzubeugen, kann man zum Abtrocknen einen Fön benutzen - damit werden die Zehenzwischenräume gut erreicht. Danach sollte man die Füße gut eincremen. Wer sich nach dem Duschen eincremt, kann die Bodylotion für die Füße mitverwenden und auf eine spezielle Fußcreme verzichten.

Zusatz für Fußbad selbst mischen

Sollen die Füße etwas mehr Zuwendung bekommen, beginnt man am besten mit einem Fußbad: Die Wassertemperatur sollte nicht mehr als 38 Grad betragen. Badezusatz mit Salizylsäure erweicht die Haut und macht raue Stellen geschmeidiger. Das funktioniert auch mit Zutaten aus der Küche: eine Tasse Olivenöl und grobes Meersalz, dazu einige Tropfen Minz- und Rosmarinöl gegen übel riechende Bakterien.

Abgestorbene Hautschuppen lassen sich mit einer Bürste oder Peelingcreme entfernen. Danach können die Füße noch etwas einweichen, das erleichtert die folgenden Pflegeschritte. Länger als zehn Minuten sollte ein Fußbad aber nicht dauern, sonst quillt die Haut auf und wird langfristig immer trockener.

Hornhaut entfernen

Ein wenig Hornhaut an den Füßen ist normal. Sind grobe Risse in der Haut zu sehen, sollte man die Hornhaut jedoch entfernen, da es sonst durch tiefe Risse zu Entzündungen kommen kann.

Experten empfehlen zum Entfernen der Hornhaut einen Bimsstein oder eine Feile Am besten bearbeitet man damit sanft die trockene Haut, um Verletzungen vorzubeugen. Auf keinen Fall sollte man die Hornhaut zu stark reduzieren, denn sie schützt die Füße vor den täglichen Belastungen.

Vorsicht mit sogenannten Hornhauthobeln: Die Gefahr, sich Kanten in die Fußflächen zu hobeln oder beim Hobeln abzurutschen und sich zu schneiden ist sehr hoch.

Hühneraugen entfernen

Hühneraugen sind eine spezielle Form von Hornhaut. Zunächst kann man sie mit speziellen Tinkturen oder Pflastern, die konzentrierte Salizylsäure enthalten, aufweichen. Danach lassen sich Hühneraugen mit einem Bimsstein abtragen, bis die Hornhaut verschwunden ist.

Ursachen für Hornhaut und Hühneraugen

Ursache für Hornhaut und Hühneraugen sind oft falsche Schuhe. Deshalb kann es sich lohnen, andere Schuhe auszuprobieren - oder einen Orthopäden um Rat zu fragen. Manchmal hilft schon eine Einlage im Schuh.

Fußnägel richtig schneiden

Fußnägel kürzen sollte man mit einer Nagelzange oder einer starken Nagelschere. Anders als Fingernägel, sollten Zehennägel gerade geschnitten werden. Die seitlichen Ränder bleiben stehen. Sonst entstehen scharfe Ecken, die einwachsen oder zu Nagelbett-Entzündungen führen können. Besser ist es, die Ecken anschließend mit der Feile abzurunden.

Nagelhaut pflegen

Die Nagelhaut, die sich durch ein Fußbad leicht löst, kann mit einem Rosenholzstäbchen zurückgeschoben werden. Abstehende Hautfäden darf man mit der Pinzette abzupfen, aber keinesfalls abschneiden. Denn alles was abgeschnitten wird, wächst stärker nach und verhornt. Beim Eincremen sollte man auch die Nagelhaut bedenken. Statt mit einer Fußlotion lässt sich die Haut auch mit dem Fruchtfleisch einer reifen Avocado oder Mandelöl erweichen.

Fußpflege-Tipps für Diabetiker

Für Diabetiker ist die regelmäßige medizinische Fußpflege besonders wichtig. Denn bei ihnen kommt es oft zu Funktionsstörungen der Nerven in den Füßen, sodass sie kleine Verletzungen nicht spüren. Außerdem ist bei Diabetikern die Wundheilung schlechter und damit die Infektionsgefahr höher.

Deshalb sollten Diabetiker täglich ihre Füße auf Verletzungen untersuchen, sie sorgfältig eincremen und besonders vorsichtig mit Bimsstein und Werkzeugen zu Werke gehen. Wer unsicher ist, sollte die Fußpflege lieber von einer medizinischen Fachkraft machen lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 90 Prozent der Kosten, wenn die Behandlung verordnet wurde.

Weitere Informationen

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Experten zum Thema

Anja Donaubauer, Podologin
Podologische Praxis
Altonaer Straße 8
20357 Hamburg
(040) 64 68 68 79
www.podologie-hamburg.de

Dr. Johannes Müller-Steinmann, Ärztlicher Leiter
Hautarztzentrum Kiel
Alter Markt 1-2
24103 Kiel
(0431) 380 18 10
www.hautarztzentrum-kiel.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 18.06.2019 | 20:15 Uhr

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