Stand: 07.12.2018 11:16 Uhr

Den Garten winterfest machen

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Je nach Art sind Pflanzen unterschiedlich frostverträglich. Orientierung bieten die sogenannten USDA-Klimazonen.

Wenn die ersten Nachtfröste kommen, müssen empfindliche Pflanzen auf dem Balkon und im Garten vor Kälte geschützt werden. Wer wissen möchte, wie viel Frost seine Pflanzen vertragen, kann sich an den sogenannten USDA-Klimazonen orientieren. In Norddeutschland können Pflanzen mit einer Frostverträglichkeit von 7a (bis minus 17,7 Grad) und 8b (minus 9,4 Grad) im Freien überleben. Die Frostverträglichkeit - auch Winterhärtegrad genannt - steht meist auf dem Etikett der Pflanze. Wer das Schild nicht mehr hat, kann bei seinem Händler nachfragen.

Rindentest zeigt Frostschäden

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Frostschäden erkennt man mit dem Rindentest: Ist nach dem Abkratzen kein Grün mehr zu sehen, ist die Pflanze eingegangen

Ob ein Gehölz bereits frostgeschädigt ist, zeigt der Rindentest. Einfach mit einem scharfen Messer die Rinde anritzen. Ist darunter kein Grün mehr zu erkennen, ist die Pflanze eingegangen und wird sich nicht wieder erholen. Das passiert meist, wenn bei Frost zu lange die Sonne scheint: Die Blätter verdunsten Wasser, die Wurzeln können jedoch aus der gefrorenen Erde kein Wasser nachliefern. Diese sogenannte Frosttrockenheit kommt oft bei immergrünen Pflanzen vor. Als Sonnenschutz dienen im Handel erhältliche Reet- oder Weidematten, die um die Pflanze herumgestellt und mit Bambusstäben stabil gehalten werden. Wenn dort hinein noch Laub gefüllt wird, können Frost und Sonne der Pflanze nichts mehr anhaben.

Beete vor Frost schützen

Auch auf Beeten schützt Laub vor Frost. Die Schicht darf jedoch nicht zu dick sein, höchstens etwa fünf Zentimeter - sonst fault es schnell darunter. Wer vermeiden will, dass Herbststürme das Laub wieder durch den Garten wehen, beschwert es mit ein wenig Kompost. Auf der Rasenfläche dagegen muss das Laub abgeharkt werden. Hier entsteht sonst Fäulnis, die den Graspflanzen schaden kann. Überschüssiges Laub landet auf Beeten oder im Kompost.

Rosen: Empfindliche Stellen schützen

Rosen im Beet sollten spätestens im Dezember auf den Winter vorbereitet werden. Dazu abgeknickte oder kranke Triebe wegschneiden und alle anderen Triebe um maximal ein Drittel kürzen. Eine Abdeckung mit Tannen- oder Fichtenreisig schützt nicht nur vor Frost und Wind, sondern beschattet die empfindlichen Pflanzenteile. Denn scheint die Sonne bei Frost auf die Rosentriebe, kann die Rinde wegen des Temperaturunterschieds aufplatzen. Um Veredelungsstellen zu schützen, häuft man Gartenerde oder Rindenhumus an. Bei Rosen mit hohem Stamm werden Veredelungsstellen mit einem leeren Papiersack geschützt - einfach über die Krone stülpen, am Stamm zusammenraffen und befestigen.

Ein Tipp für zusätzlichen Schutz für die Zeit nach Weihnachten: einfach die Zweige des ausgedienten Weihnachtsbaums abschneiden und damit das Rosenbeet bedecken.

Stauden: Laub und Schilfmatte gegen Frost

Viele schneiden für den Winter ihre Stauden radikal zurück. Das ist in den meisten Fällen jedoch nicht nötig. Sie überdauern den Winter ohne Frostschäden. Außerdem sehen die meisten Pflanzen, obwohl sie verblüht sind, trotzdem noch schön aus. Die vertrockneten Pflanzenteile sind außerdem ein guter Winterschutz und bieten nützlichen Insekten eine Möglichkeit zum Überwintern.

Einige empfindliche Stauden benötigen jedoch Frostschutz, zum Beispiel Montbretien, Riesenblattlilien, Riesenschaublatt und Jungpflanzen wie Scheinhasel, Taschentuchbaum, Duftesche, Strauchpfingstrosen und Kamelien. Hier sind zwei Maßnahmen empfehlenswert:

  • Laubpackung im Wurzelbereich: Am besten mit Bambusstäben und Kükendraht einen Zaun um die Pflanzen bauen und den Innenbereich in lockeren Schichten mit Laub füllen. Das Laub sollte so hoch liegen, dass der überwiegende Teil der Pflanzen noch zu sehen ist.
  • Schilfmatte: In sehr kalten Wintern oder bei zusätzlichem Wind sollte man sie wie ein Indianerzelt um die Pflanze aufstellen. Dabei auf ausreichenden Abstand zur Pflanze achten. Wichtig: Am Ende des Winters ist eine Schilfmatte bei Kamelien eher schädlich, weil sie dadurch zu früh austreiben können.

Knollen müssen kühl gelagert werden

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Idealer Ort zum Lagern dieser Begonienknollen ist der Keller.

Begonien- und Dahlienknollen sollten vor dem ersten Frost aus dem Beet genommen werden. Nach dem Ausgraben die Stängel knapp zehn Zentimeter über dem Ballen abschneiden. Die Erde am Wurzelballen möglichst komplett entfernen und die Knollen bis zum nächsten Frühjahr in einer trockenen, mit Stroh oder Zeitungspapier ausgelegten Kiste an einem dunklen, kühlen Ort lagern. In Ampeln oder Töpfen gesetzte Knollenpflanzen können darin bleiben - man entfernt höchstens das Grün und stellt das Gefäß ebenfalls an einen dunklen, kühlen Ort. Das Gießen auf ein Mindestmaß beschränken, da die Knollen in der zu feuchten Erde sonst anfangen zu faulen.

Winterschutz

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 08.12.2018 | 06:50 Uhr

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