Stand: 26.08.2020 09:36 Uhr

Blumensamen ernten für das nächste Jahr

Samenkapsel einer roten Lichtnelke © imago/blickwinkel
Saatgut ist etwa drei Jahre keimfähig.

Der Spätsommer ist genau der richtige Zeitpunkt, um Blumensamen aus dem eigenen Garten zu sammeln. Bei Pflanzen, die ihre beste Zeit jetzt hinter sich haben, verwelken die Blüten und die Pflanzen setzen Samen an. Im Gegensatz zu mehrjährigen Stauden vermehren sich ein- und zweijährige Sommerblumen nur durch Aussaat. Lässt man der Natur freien Lauf, verwildert der Garten. Sollen die Blumen gezielt gesät werden, können sie ganz einfach geerntet werden. Wer es zum ersten Mal versucht, sollte sich an Frauenmantel, Stockrose oder Mädchenauge heranwagen. Es klappt in der Regel auch bei Akelei, Königskerze, Ziermohn oder Zitronenmelisse.

Samen müssen trocken sein

Wichtig ist, dass erst dann geerntet wird, wenn sich bei Stauden die Samenhüllen oder Kapseln braun verfärbt haben. Erst dann ist die Saat reif. Außerdem sollte es ein trockener Tag sein, denn nasse Samen schimmeln später leichter. Zum Ernten der Samen einfach die braune Samenkapsel ablösen und öffnen. Die einzelnen Samen sind dann schon sichtbar und können vorsichtig herausschütteln werden. Die Saat zum Trocknen einige Tage im Schuppen oder Haus auf Zeitungspapier legen, damit die Restfeuchte entweichen kann.

Das richtige Behältnis zum Lagern

Alternativ kann die Saat auch in einer leeren Streichholzschachtel aufbewahrt werden, die Pappe nimmt Restfeuchtigkeit auf und gibt sie weiter, sodass kein Schimmel entstehen kann. Wer ein verschließbares Glasgefäß verwenden möchte, sollte aus diesem Grund ein Stück Papier mit hinein tun. Die Beschriftung nicht vergessen.

Selbst geerntete Samen sollten über den Winter möglichst dunkel aufbewahrt werden. Richtig gelagert bleiben sie ungefähr drei Jahre lang keimfähig. Wer ganz sicher gehen will, macht vorab eine Keimprobe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 29.08.2020 | 06:20 Uhr

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