Stand: 02.08.2019 10:56 Uhr

Olivenkraut und Co: Ideen für den Kräutergarten

von Ralf Walter
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Eine Kräuterspirale bietet unterschiedlichen Pflanzen auf engem Raum genügend Platz.

In vielen Gärten gibt es eine Kräuterecke oder Kräuterspirale mit Salbei, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie und zahlreichen anderen Kräutern. Wer keinen Garten hat, kann diese Kräuter auch in Töpfen auf dem Balkon anbauen und hat so immer frische Zutaten griffbereit für leckere Gerichte. Neben den bekannten gibt es auch viele eher unbekannte Kräuter, die für eine besondere Note im Essen sorgen.

Winterhart und mehrjährig: Olivenkraut

Bei Olivenkraut (Santolina viridis) handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die einen unglaublichen Duft von eingelegten Oliven verströmt und in der modernen Küche bestens eingesetzt werden kann. An den Stängeln befinden sich kleine Nadelblättchen, die einfach abgezupft und dann zu den Speisen gegeben werden.

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Olivenkraut ist sehr aromatisch.

Olivenkraut ist eine winterharte Staude und mehrjährig. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und einen gut durchlässigen Gartenboden haben. Das Kraut wird 50 bis 60 Zentimeter hoch und liefert praktisch ohne Ende aromatischen Nachschub. Ein bisschen von den kleinen Nadelblättern auf Fleisch gestreut oder an ein Nudelgericht gegeben und es schmeckt gleich viel interessanter.

Gyros-Kraut verfeinert Fleisch und Gemüse

Das Gyros-Kraut (Artemisia caucasica) hat sehr aromatische Blätter, die für ein herzhaftes Aroma sorgen. Diese können sowohl frisch oder getrocknet zerrieben und über Salate, Fleisch oder Gemüse gestreut werden. Das Kraut kann im Topf oder auch im Gartenbeet kultiviert werden und benötigt einen geschützten, sonnigen Standort und im Winter einen Frostschutz. In einigen Gartenmärkten wird es auch unter der Bezeichnung Teppich-Beifuß angeboten.

Salbei-Marzipan für deftige Speisen

Die Blätter des Marzipan-Salbeis (Salvia officinalis "Nazareth") duften sehr stark nach Mandeln und Marzipan. Sie eignen sich gut für deftige Speisen, beispielsweise für Nudel- oder Fleischgerichte. Der Halbstrauch wird etwa 50 Zentimeter hoch und blüht im Sommer blauviolett. Marzipan-Salbei ist insektenfreundlich und mehrjährig, aber nur bedingt winterhart. Er sollte deshalb entweder gut vor Frost geschützt werden oder drinnen überwintern.

Lecker in Salat und als Tee: Lakritz-Tagetes

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Aus Lakritz-Tagetes kann man einen aromatischen Tee aufgießen.

Lakritz-Tagetes (Tagetes filifolia) hat eher filigranes Laub, das ein bisschen an Dill erinnert. Erst ab Oktober zeigen sich die kleinen und unscheinbaren weißen Blüten. Lakritz-Tagetes wird etwa 30 Zentimeter hoch und eignet sich zum Würzen von Suppen und Salaten, lässt sich aber auch mit heißem Wasser übergossen als Tee aufbrühen. Die Pflanze ist mehrjährig, sollte aber den Winter im Haus verbringen. Am liebsten steht Lakritz-Tagetes sonnig bis halbschattig.

Bienenfreundlich: Buschbasilikum und Anisminze

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Buschbasilikum bildet viele kleine Blätter, die unglaublich aromatisch sind.

Buschbasilikum (Ocimum basilicum v. minimum) hat wesentlich kleinere Blätter als das bekannte Genoveser Basilikum. Es ist sehr aromatisch und eignet sich hervorragend zur Herstellung von Pesto. Es passt auch hervorragend zu Fleischgerichten, Fisch, Salaten, Eintöpfen und verfeinert Soßen. Ein echtes Multitalent also in der modernen Küche. Bei Buschbasilikum handelt es sich um eine einjährige Pflanze, sie muss also jedes Jahr neu gesät oder gekauft werden. Die Blütezeit beträgt im Jahr sechs bis acht Wochen. Buschbasilikum ist übrigens nicht nur eine schöne Zierpflanze, die Blüten sind auch eine beliebte Bienenweide.

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Anisminze bildet ab Mai hübsche kerzenförmige, violette Blüten.

Ebenfalls beliebt bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen ist Anisminze (Agastache foeniculum) - auch Anis-Ysop oder Duftnessel genannt. Die mehrjährige Staude wird knapp 1,50 Meter hoch. Die Blüten und Blätter haben einen intensiven Anis-Geschmack und eignen sich gut zum Würzen, etwa von Süßspeisen, Quark oder Kräuterbutter. Anisminze gedeiht gut an sonnigen, nicht zu trockenen Standorten und auf sandig- oder kiesig-lehmigen Böden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Ratgeber | 03.08.2019 | 06:50 Uhr

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