Glatte Petersilie in der Erde © Colourbox Foto: Jolanta Mayerberg

Petersilie im Garten und auf dem Balkon anbauen

Stand: 05.02.2021 12:50 Uhr

Petersilie ist eines der beliebtesten Küchenkräuter. Um sie anzubauen, empfiehlt es sich, den Standort regelmäßig zu wechseln. Sie kann aus Samen gezogen oder als Jungpflanze gekauft werden.

Petersilie passt zu fast jedem Gericht und zählt zu den beliebtesten Küchenkräutern. Wer sie selbst aus Samen ziehen möchte, braucht ein wenig Geduld, denn bis sich die kleinen Pflanzen zeigen, dauert es drei bis vier Wochen. Auf der Fensterbank lässt sich Petersilie ab Februar vorziehen. Das Saatgut am besten zuvor einige Stunden im warmen Wasser einweichen.

Petersilie aussäen oder als Jungpflanze kaufen

Ungefähr ab April bis August kann man die Samen auch direkt ins Freiland säen. Während des Keimens den Boden immer feucht halten. Schneller geht es, im Gartenmarkt Jungpflanzen zu kaufen und in die Erde zu setzen. Petersilie im Topf aus dem Supermarkt geht dagegen häufig ein, wenn sie in den Garten umgepflanzt wird. Diese Pflanzen sind relativ empfindlich, da sie nicht für die Bedingungen im Freiland gezüchtet wurden. Tipp: Die Pflanze zunächst abhärten, das heißt gut eine Woche nach draußen in den Schatten stellen, dann auspflanzen.

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Idealer Standort im Halbschatten

Beim Anbau von Petersilie kommt dem Standort große Bedeutung zu. Das Kraut bevorzugt helle, halbschattige Standorte und mag durchlässige Böden. Staunässe verträgt Petersilie nicht. Die Pflanze ist zweijährig und übersteht im Beet auch leichten Frost. Im Topf kann sie auch auf dem Fensterbrett überwintern. Im zweiten Jahr beginnt die Petersilie zu blühen - danach ist das Kraut nicht mehr genießbar und stirbt ab.

Standort für Petersilie jährlich wechseln

Nahaufnahme von krauser Petersilie © Colourbox
Im Beet gedeiht Petersilie am besten, wenn der Standort jährlich wechselt.

Im Anschluss sollte nicht am selben Standort erneut Petersilie wachsen. Denn dann kann es passieren, dass das grüne Kraut noch vor der Ernte gelb wird und abstirbt. Ursache ist eine sogenannte Selbstunverträglichkeit, die eintritt, wenn Petersilie im Garten immer am selben Platz wächst. Für eine gute Ernte deshalb die Petersilie jedes Jahr an einen anderen Standort anbauen. Frühestens nach vier Jahren darf sie wieder am selben Platz wachsen.

Im Beet die Fruchtfolge beachten

Petersilie außerdem möglichst nicht neben Möhren, Pastinaken, Liebstöckel oder Dill anbauen. Diese Pflanzen zählen wie die Petersilie zur Familie der Doldenblütler. Gemüsearten einer Familie sollten jedoch möglichst nicht nebeneinander im Beet stehen oder in aufeinander folgenden Jahren am selben Standort wachsen. Das verhindert, dass der Boden auslaugt und macht die Pflanzen weniger anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Ein Gartenplan kann helfen, die Pflanzen im Garten richtig zu verteilen und die Fruchtfolge im Blick zu behalten.

Petersilie richtig ernten

Petersilie kann ganzjährig geerntet werden. Damit sie kräftig weiterwächst, immer die äußeren Blätter ganz unten am Stiel abschneiden und darauf achten, das Herz - das sind die inneren, dickeren Pflanzenstiele - nicht zu beschädigen.

Ein Zweig Rosmarin wird im Garten mit einer Schere geerntet © Colourbox Foto: -

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Ein Zweig Rosmarin wird im Garten mit einer Schere geerntet © Colourbox Foto: -
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Dieses Thema im Programm:

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