Mitarbeitende des UKSH Lübeck streiken vor dem Holstentor. © NDR Foto: Julian Marxen

Warnstreik am UKSH in Lübeck

Stand: 08.11.2021 20:56 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik am UKSH in Lübeck aufgerufen. Grund sind die stockenden Verhandlungen in der Tarifrunde der Länder.

Patienten am Universitätsklinikum mussten den ganzen Tag über mit längeren Wartezeiten rechnen. Notfälle wurden versorgt, hieß es von der Gewerkschaft. Der Warnstreik startete am Montag um 5 Uhr und dauerte bis in den Abend. Der Nachtdienst war nicht von der Aktion betroffen.

"Wir halten den Laden am Laufen"

Rund 300 Pfleger, Therapeuten und Verwaltungskräfte sind dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gefolgt. Sie zogen mit Trommeln, Trillerpfeifen und Fahnen durch die Lübecker Innenstadt. Sie hielten Transparente hoch - darauf Sprüche wie "Wir halten den Laden am Laufen" oder "Wir sind es wert".

Ver.di und Beamtenbund fordern mehr Geld

Der Warnstreik ist Teil des Tarifkonflikts im Öffentlichen Dienst. In der aktuellen Tarifrunde fordern ver.di und der Beamtenbund dbb für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderungen in der vergangenen Woche als unrealistisch zurückgewiesen.

Sollten die Arbeitgeber kein Angebot vorlegen, wird es laut ver.di in den nächsten Wochen weitere Warnstreiks geben – mehrtägig und neben Lübeck dann auch am UKSH-Standort Kiel.

Weitere Informationen
Frau mit ver.di-Logo auf der Wange und Trillerpfeife im Mund. © dpa Foto: Frank May

Erster Warnstreik am UKSH in Lübeck am Montag

Ver.di hat alle Tarifbeschäftigten an der Uniklinik zum Streik aufgerufen. Die Mitarbeiter beklagen den Personalmangel. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.11.2021 | 17:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

In einem Geschäft hängt ein Schild mit der Aufschrift "2G Regel". © picture alliance/dpa Foto: Christophe Gateau

Reaktionen auf Corona-Maßnahmen: SPD nennt Regeln "notwendig"

Die FDP sagt: Sie hätte gut auf die 2G-Regelung im Einzelhandel, die in Schleswig-Holstein ab Sonnabend gilt, verzichten können. mehr

Videos