Stand: 05.06.2019 15:12 Uhr

Rücktritt von Dithmarschens AfD-Chef gefordert

Ein Post des Dithmarscher AfD-Vorsitzenden Mario Reschke in den sozialen Medien sorgt für heftige Kritik. Auf der Facebook-Seite der Dithmarscher AfD hatte Reschke den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) mit "Mord???? Er wollte nicht mit dem Fallschirm springen..." kommentiert. Der Post wurde inzwischen wieder gelöscht. Die Fraktionsvorsitzenden aller anderen Parteien im Dithmarscher Kreistag forderten Reschke am Dienstagabend nun auf, sein Mandat niederzulegen.

Reschke weist Rücktrittsforderungen zurück

Kreispräsidentin Ute Borwieck-Dethlefs bezeichnete das Posting als menschenverachtend. Sein Verhalten sei dem eines Kreistagmitglieds nicht würdig und schade dem Kreis Dithmarschen insgesamt. Der AfD-Chef sagte NDR Schleswig-Holstein, er werde nicht zurücktreten. Reschke geht davon aus, dass Teile von Vorstand und Fraktion ihm den Rücken stärken werden.

Fall Lübcke: Ermittler vermuten Verbrechen

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha erschossen aufgefunden worden. Wie eine Obduktion ergab, starb Lübcke an einem Schuss aus einer Kurzwaffe - dazu zählen beispielsweise Pistolen oder Revolver. Der Schuss wurde aus nächster Nähe abgegeben. Die Hintergründe der Tat blieben bislang unklar.

Weitere Informationen

Machtkampf: Zwei Rücktritte im AfD-Vorstand in SH

Bei der AfD in Schleswig-Holstein sind zwei Vorstandsmitglieder zurückgetreten. Damit ist das Gremium nicht mehr ausreichend besetzt. Die Partei muss unverzüglich einen Landesparteitag einberufen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.06.2019 | 12:00 Uhr

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