Cornelius-Ägidian Quint aus Schleswig-Holstein zeigt sein Forschungsobjekt, Moos, beim 57. Bundesfinale "Jugend forscht". © picture alliance/dpa | Markus Scholz Foto: Markus Scholz

Renaturierung mit Moos: Husumer bei "Jugend forscht" ausgezeichnet

Stand: 29.05.2022 15:00 Uhr

Beim 57. Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" in Lübeck sind auch Projekte junger Menschen aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden.

Jugendliche und junge Erwachsene mit innovativen Ideen sind am Sonntag in Lübeck beim 57. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" ausgezeichnet worden. Auch Sieger aus Schleswig-Holstein waren dabei: Cornelius-Ägidian Quint aus Husum (Kreis Nordfriesland) holte den Bundessieg für die originellste Arbeit. Der 18-Jährige von der Hermann-Tast-Schule hat eine Methode entwickelt, mit der sich Moose auf ehemaligen Moorflächen schneller wieder ansiedeln können. Dafür verpackte er vermehrungsfähige Pflanzenzellen so, dass sie sich wie Samenkörner großflächig ausstreuen lassen. Der Jungforscher vermehrte Sprossen der Moosart "Sphagnum fallax" in gefiltertem Moorwasser und umhüllte sie mit einem Kohlenhydrat aus Algen. Tonya Avemarg vom Gymnasium Altenholz aus Kiel erhielt den dritten Preis im Fachbereich Biologie. Sie hatte eine spezielle Aquakultur entwickelt, in der Kleinstlebewesen im Becken Fischfutter und andere Reststoffe umweltverträglich und kostengünstig abbauen.

Sonderpreise gehen nach Tornesch und Güby

Bereits am Sonnabend waren Sonderpreise vergeben worden. Falko Rank von der Klaus-Groth-Schule aus Tornesch (Kreis Pinneberg) gewann einen Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet der Technik. Er hat ein Hilfssystem entwickelt, mit dem Treibstoff in Raketen besser in die Brennstoffzelle kommt. Amelie Foshag und Melina Lopez aus Güby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bekamen am Sonnabend eine Auszeichnung für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Umwelttechnik. Sie haben spezielle Zellen entwickelt, in denen Wärme in elektrische Energie umgewandelt wird.

108 Projekte vorgestellt

Beim Bundesfinale traten 168 junge Talente in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik an. In der Musik- und Kongresshalle (MUK) präsentierten sie insgesamt 108 verschiedene Forschungsprojekte - angefangen von 3D-Sensoren aus Stoff, über ein digitales Kochbuch zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen bis hin zu Verfahren, wie OP-Masken recycelt werden können.

Am Freitag mussten sich die Jungforscherinnen und -forscher den Jurygesprächen stellen. Am Sonnabend wurden zunächst Sonderpreise vergeben. Am Sonntag wurden dann in der MUK die zehn Bundessieger geehrt. Außerdem wurden die besten fünf Projekte in den Fachgebieten ausgezeichnet. An der Siegerehrung nahmen unter anderem Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) teil.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.05.2022 | 14:00 Uhr

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