Stand: 24.11.2019 15:43 Uhr

Modellkunstflieger mit 15 Jahren

Sein Modellflugzeug ist fast so groß wie Max Chrubasik selbst. Der 15-jährige aus Kiel-Meimersdorf ist Deutscher Juniorenmeister im Motorkunstflug. Mit der Modellfliegerei hat er schon früh angefangen. "Eigentlich fliege ich, seitdem ich auf der Welt bin. Mein Opa hat das damals an meinen Vater weitergegeben. Und mein Vater dann an mich", erklärt der Teenager. "Ich bin mit drei Monaten zum ersten Mal auf dem Flugfeld gewesen."

Trainiert wird täglich

Mit sechs Jahren ist Max zum ersten Mal ohne die Hilfe seines Vaters geflogen. Drei Jahre später flog er seinen ersten Wettkampf. Aktuell trainiert er nicht nur regelmäßig auf dem Flugplatz, sondern auch täglich am Simulator im heimischen Kinderzimmer. "Es ist wichtig, dass ich jeden Tag das Flugverhalten und meine Fingerfertigkeit übe", sagt der 15-Jährige. Inzwischen ist er als Junior in der deutschen Nationalmannschaft Team Germany. Die Flugzeuge wiegen weniger als fünf Kilo und sind hauptsächlich aus dem Holz des Balsabaumes, eines Malvengewächses, gebaut. Ein kleiner Verbrennungsmotor sorgt für den Antrieb. Max steuert es mit einer Fernbedienung.

Ein Fehler könnte richtig teuer werden

Seine Familie steht hinter dem aufwendigen Hobby. Max Chrubasik trainiert auf dem Flugplatz des MSC Krogaspe bei Neumünster. Eigentlich verbringt er da seine kompletten Wochenenden. Gemeinsam mit seinen Eltern und dem kleinen Bruder reist er freitags mit dem Wohnmobil an und bleibt bis sonntags. "Ich weiß, ich kann mehr erreichen, wenn ich viel übe. Wenn man Erfolg hat - und ich hatte schon einige Erfolge - dann möchte man noch mehr." Und so besteht sein Training nicht nur aus Starten und Landen. Max erklärt: "Das ist eigentlich mehr Konzentration auf die Präzision. Dass die Figuren wirklich haargenau gerade sind und die Rolle in die richtige Richtung geht. Wenn das Manöver mal in die Hose geht, ist der Flieger im Arsch." Und das wäre teuer. Die Maschinen, die Max inzwischen fliegt, kosten um die 10.000 Euro.

Max hat große Ziele

Vor allem Papa Martin Chrubasik freut sich über Max' Hobby. "Megastolz ist man da schon. Nicht viele Modellflieger haben ihre Kinder dabei. Aber natürlich weiß ich auch nicht, wie sich das bei Max entwickelt." Der Junior-Modellflieger hat von seiner Zukunft genaue Vorstellungen: "Ich möchte Richtung technischer Produktdesigner, Bauzeichner gehen und technischen Bereich arbeiten." Das sei hauptsächlich auch deswegen so, um noch was für die Fliegerei zu haben. "Schon jetzt baue ich mir meine Flieger teilweise selbst", sagt der junge Pilot, "und dafür muss ich am Computer programmieren und zeichnen." Aber bis es soweit ist, konzentriert sich Max Chrubasik auf seine nächsten Ziele: die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Spanien und die WM in den USA 2021.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 24.11.2019 | 19:30 Uhr

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