Stand: 03.12.2019 17:35 Uhr

Letzter Castor am AKW Krümmel verladen

27 Jahre lang ist das Kernkraftwerk Krümmel in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) am Netz gewesen - bis 2011, als sich die Bundesregierung von der Atomkraft verabschiedete. Seitdem produziert Krümmel keinen Strom mehr. Stillstand herrscht trotzdem nicht: Von ursprünglich 2.000 Menschen arbeiten noch 200 dort, rund um die Uhr - auch, um den Rückbau des Atomkraftwerks vorzubereiten. Am Dienstag sind die Mitarbeiter einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Sie begannen damit, die letzten 154 Brennstäbe in einen Castor zu verladen.

Ein Brennstab wird in den letzten Castorbehälter in Krümmel eingesetzt.

Der letzte Castor am Atomkraftwerk Krümmel

Schleswig-Holstein Magazin -

Wann das Atomkraftwerk Krümmel zurückgebaut wird, steht noch nicht fest. Die Vorbereitungen dafür laufen aber. Nun sind die Mitarbeiter einen entscheidenden Schritt weitergekommen.

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Vattenfall: Menge an Kernbrennstoff "verschwindend gering"

Nach Angaben des Geschäftsführers von Vattenfall Europe Nuclear, Ingo Neuhaus, ist die Menge an Kernbrennstoff, die in den letzten Castor hineinkommt, "verschwindend gering". Die 154 Brennstäbe entsprächen weniger als zwei Brennelementen. Normal waren für einen Castor nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein mal 52 Elemente.

Vor dem Verladen waren die Brennstäbe zudem in Köcher verschweißt worden - eine weitere Sicherheitsmaßnahme. Denn bei den Brennstäben handelt es sich um sogenannte Sonderbrennstäbe. Diese waren nach Angaben des Umweltministeriums zum Teil während der Betriebszeit des Kraftwerks wegen Auffälligkeiten aus einzelnen Brennelementen entfernt worden.

Castor kommt ins Standortzwischenlager auf dem Gelände

Der letzte Castor kommt ins Standortzwischenlager direkt auf dem Gelände in Geesthacht. Dort bleibt er solange, bis ein Bundes-Endlager zur Verfügung steht.

Die Verantwortlichen des Kernkraftwerks Krümmel warten noch auf die Rückbaugenehmigung des Umweltministeriums. Diese werde aber frühestens in einem Jahr erteilt werden, schätzen die Mitarbeiter.

Das Atomkraftwerk in Brokdorf.

Rückbau der Atomkraftwerke: Wie ist der Stand?

Schleswig-Holstein Magazin -

Die drei Atomkraftwerke in Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel sollen zurückgebaut werden, doch das ist ein langer Prozess. In Brunsbüttel ist er am weitesten fortgeschritten.

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Im Umkreis des stillgelegten Kernkraftwerks Krümmel fand in Geesthacht ein Sirenentest statt. Der Probebetrieb dient der Überprüfung der technischen Anlagen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 03.12.2019 | 19:30 Uhr

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