Gute Nacht: Braunbär und Co. machen Winterschlaf in Weidefeld

Stand: 29.11.2020 16:48 Uhr

Der kalte Winter ist nichts für sie - diese Jahreszeit sollte man am besten verschlafen. Im Tierschutzzentrum Weidefeld wird es jetzt bei vielen Tieren sehr ruhig. Auch bei Bärin Mascha.

Der Braunbär steht kurz vor der Winterruhe. "Er wird träger, er wird langsamer", sagt Patrick Boncourt, Fachreferent im Tierschutzzentrum Weidefeld in Kappeln (Kreis Schleswig-Flensburg). Mascha hat sich 30 Kilogramm Winterspeck angefressen - damit kommt er über die Wintermonate. Jetzt frisst der Bär nicht mehr so viel, irgendwann wird er demnächst einschlafen. Mascha hat bereits eine Art Höhle gebuddelt. Ein natürliches Verhalten, dass hier in der naturnahen Großanlage zu beobachten ist.

Bartagame Sven wird auch bald erstarren

Auch Sven, ein Bartagame, steht kurz vor der Winterstarre. Im Moment liegt er auf dem Steinhaufen. Der Stoffwechsel des Reptils reagiert auf seine Umgebung, die Mitarbeiter helfen ein bisschen nach und sorgen für Winterstimmung. Die Beleuchtung wird heruntergefahren. "Und irgendwann sagt Sven: Aha, okay, jetzt ist es soweit", schildert Boncourt. "Jetzt grabe ich mich ein - oder auch nicht - und dann gehe ich schlafen."

Nicht zu warm und nicht zu kalt

Nebenan haben sich andere Reptilien bereits verabschiedet. Die griechischen Landschildkröten zum Beispiel: Für ganze sechs Monate haben sie sich vergraben oder gut versteckt. "Falls hier wirklich ganz massiv Minustemperaturen nachts sein sollten, haben wir noch zusätzliche Heizungen installiert, das heißt, die Tiere fallen niemals unter diese 5, 6 Grad." Viel wärmer soll es auch nicht werden - konstante Temperaturen sind wichtig. In Weidefeld stehen also alle Zeichen auf ganz natürliche Winterruhe.

Weitere Informationen
Ein Häschen wird mit einer Flasche gefüttert.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 29.11.2020 | 19:30 Uhr

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