Bergwerk Schacht Asse II © NDR Foto: Axel Schröder, Deutschlandfunk

Atommülllager Asse: BGE startet Probebohrungen

Stand: 01.02.2021 10:52 Uhr

Mit zwei Probebohrungen wird die Räumung des Atommülllagers Asse bei Remlingen weiter vorbereitet. Erkundet werde das Gebiet östlich der Schachtanlage Asse II im Landkreis Wolfenbüttel.

Das teilte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit. Dort soll das Rückholbergwerk inklusive des neuen Schachts Asse 5 errichtet werden, mit dem ab 2033 die radioaktiven Abfälle aus der Asse geholt werden sollen. Die Bohrungen sollen bis in 1.000 Meter Tiefe reichen.

126.000 Fässer Atommüll lagern in der Asse

Die Erkundung des Untergrunds diene der Sicherheit, sagte Thomas Lautsch, technischer Geschäftsführer der BGE. Nur wenn man zum Beispiel wasserführende Strukturen kenne, könne man ihnen bei späteren Arbeiten aus dem Weg gehen. Die BGE will auch weitere Erkenntnisse über die geologischen Gegebenheiten in der Tiefe gewinnen. Die Bundesgesellschaft rechnet damit, dass das Messprogramm voraussichtlich Mitte 2021 abgeschlossen werden kann. In dem maroden ehemaligen Bergwerk liegen in 13 Kammern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen.

Weitere Informationen
Atomfässer vor dem Lager in Asse. © dpa Bildfunk Foto: Ole Spata

Asse: Land benennt Gesamtkoordinator für Bergung der Fässer

So könne die Rückholung der Fässer mit Hochdruck vorangetrieben werden, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). (11.01.2021) mehr

Tonnen mit Atommüll in der Asse. © NDR Foto: Jan Starkebaum

Zukunftsfonds Asse: Knapp neun Millionen Euro ausgezahlt

Der Fonds soll Nachteile ausgleichen, die der Region wegen des Atommülllagers Asse im Landkreis Wolfenbüttel entstehen. (27.12.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.02.2021 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Braunschweigs Trainer Daniel Meyer gestikuliert. © imago images / Zink

Eintracht Braunschweig erwartet "robustes" Kellerduell

Die "Löwen" haben Respekt, aber keine Angst vor dem zu erwartenden Kampfspiel gegen Abstiegskonkurrent SV Sandhausen. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen