Stand: 08.05.2019 12:04 Uhr

Wölfe: Lies und Albrecht fordern Lösung aus Berlin

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Schleswig-Holsteins Umweltminister Albrecht: "Endlich klare Rahmenbedingungen schaffen."

"Es ist in Berlin lange genug darüber gestritten worden, wie mit dem Wolf umzugehen ist - wir brauchen in den Ländern jetzt klare Antworten." Die Umweltminister Olaf Lies (SPD) aus Niedersachsen und Jan Philipp Albrecht (Grüne) aus Schleswig-Holstein haben vor der Länderkonferenz der Ressortchefs am Donnerstag ihre Forderungen an die Bundesregierung bekräftigt. "Es müssen endlich klare Rahmenbedingungen für den Artenschutz des Wolfs einerseits und den Schutz von Nutztieren vor seinen Übergriffen andererseits geschaffen werden", sagte Albrecht der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Uneinigkeit über Schwelle für Abschuss

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte kürzlich einen Gesetzentwurf vorgelegt, dem zufolge die streng geschützten Tiere getötet werden dürfen, wenn sie beispielsweise mehrfach Schutzzäune für Weidetiere überwinden. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geht das nach einem Medienbericht nicht weit genug. Sie will demnach die Möglichkeit eines "präventiven" Abschusses schaffen.

Zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist derzeit je ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Die Tiere sollen mehrfach Schutzzäune überwunden und Schafsherden attackiert haben. Sowohl nach dem Wolf aus dem Rodewalder Rudel (Landkreis Nienburg) als auch dem Wolf aus Südholstein wird seit Januar gesucht. In beiden Fällen wird der Abschuss durch Aktivisten erschwert, die die Tiere immer wieder aufscheuchen.

Lies will Abschuss-Erlaubnis ohne individuelle Zuordnung

Niedersachsens Umweltminister ist für eine Senkung der Abschuss-Auflagen. Weil es oft kaum möglich sei, einen bestimmten auffälligen Wolf zu identifizieren, müsse man darüber nachdenken, die Erlaubnis zum Abschuss ohne individuelle Zuordnung zu ermöglichen. Dabei gehe es nicht darum, ein ganzes Rudel zu töten. Vielmehr sollten einzelne Tiere entnommen werden, um danach zu sehen, ob sich die Situation damit verbessere. Eben dies würde durch die aktuell diskutierte Gesetzesänderung möglich.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.05.2019 | 16:00 Uhr

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