Eine Frau liegt am Strand und liest ein Buch. © picture-alliance Foto: Bildagentur Huber/G. Simeone

Urlaub im Sommer: Regeln für Rückkehrende nach Niedersachsen

Stand: 09.07.2021 18:12 Uhr

Viele Niedersachsen stecken mitten in der Planung für ihren Sommerurlaub. Flugreisen ins Ausland sind möglich, doch bei der Einreise gelten Regeln. Und nicht nur dort - ein Überblick.

Unmittelbar vor der Urlaubszeit hat die Staatskanzlei noch einmal Erklärungen für die Einreise nach Niedersachsen veröffentlicht. Dabei gibt es Regeln, die für alle Rückreisen per Flugzeug aus dem kompletten Ausland gelten - also aus Ländern ohne Risikoeinstufung, aus einem Risikogebiet, aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet. Für die Einreise ist immer ein negativer Schnell- oder PCR-Test vorzuweisen. Dieser darf maximal 48 Stunden alt und kein Selbsttest sein. Außerdem muss er bereits beim Abflug vorliegen. Alternativ: Eine vollständige Impfung oder vollständige Genesung kann nachgewiesen werden. Diese Regeln verschärfen sich je nach Lage im jeweiligen Urlaubsland. Es gilt: Für Risiko, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete ist die Einstufung am Tag der Rückreise nach Niedersachsen oder Deutschland entscheidend.

Einreise aus einem normalen Risikogebiet

Für eine Einreise aus einem normalen Risikogebiet - egal, auf welchem Weg - ist zum negativen Schnell- oder PCR-Test oder der vollständigen Impfung oder Genesung auch eine Online-Registrierung vor Rückreise notwendig. Dann müssen Reisende nicht in Quarantäne. Halten sie sich nicht daran, drohen zehn Tage Quarantäne und ein Test binnen 48 Stunden nach Einreise. Die Quarantäne endet dann mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses. Derzeit gelten zum Beispiel ganz Spanien, einige Regionen in Frankreich, Norwegen, Schweden, Kroatien und die Türkei als normale Risikogebiete. Die vollständige Liste vom Robert-Koch-Institut (RKI) finden Sie an dieser Stelle.

Einreise aus Hochinzidenzgebiet: Zehn Tage Quarantäne

Die Regeln verschärfen sich für Einreisende aus einem Hochinzidenzgebiet. Dazu gehören aktuell Länder wie Großbritannien und Portugal (zuvor Virusvariantengebiet) sowie viele beliebte Urlaubsländer wie zum Beispiel Ägypten, Malediven und Tunesien. Die vollständige Liste finden Sie hier. Wer aus einem solchen Gebiet einreist, braucht einen negativen Schnelltest oder den Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung und die Online-Anmeldung. Es folgt dann eine Quarantäne für zehn Tage - die nach einem weiteren negativen Test frühzeitig beendet werden kann. Allerdings kann dieser erst fünf Tage nach Einreise gemacht werden. Auf Nachfrage des NDR hat das niedersächsische Sozialministerium mitgeteilt, dass entsprechend der Regelung des Bundes vollständig Geimpfte beziehungsweise Genesene nach der Rückreise aus einem Hochinzidenzgebiet doch nicht in Quarantäne müssen. Die Einreise-Verordnung des Bundes sei mit Blick auf die Regelungen für Geimpfte und Genesene nach wie vor nicht eindeutig, betonte ein Ministeriumssprecher. Man werde die Auslegung des Bundes im Sinne der Einheitlichkeit aber auch in Niedersachsen anwenden.

Einreise aus Virusvariantengebiet: 14 Tage Quarantäne

Aktuell gehört keines der Länder in Europa mehr zu den Virusvariantengebieten. Bei der Einreise aus solchen Ländern - derzeit betrifft es Teile von Südamerika und Afrika - darf der negative Schnelltest nicht älter als 24 Stunden sein, auch hier ist die Online-Registrierung Pflicht. Anschließend steht zwingend eine 14-tägige Quarantäne an - auch für vollständig Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht vorzeitig beendet werden.

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