Stand: 13.11.2019 19:50 Uhr

Tiefflüge erlaubt: Bundeswehr gewinnt vor Gericht

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat am Mittwoch einer Klage der Bundeswehr gegen das Aufstellen von drei Windrädern stattgegeben. Die Anlagen sollten an der B217 bei Hameln-Hilligsfeld entstehen. Die Bundeswehr nutzt dieses Gebiet als Tiefflugstrecke bei der Ausbildung von Hubschrauberpiloten. Die Bundeswehr war bereits mit ihrer Klage im vergangenen Dezember am Verwaltungsgericht Hannover in erster Instanz erfolgreich. Gegen das nun vorliegende Urteil ist keine Revision möglich.

Der Investor ist verärgert

Bei dem betroffenen Gebiet handelt es sich um einen etwa drei Kilometer breiten Korridor vor den Toren Hamelns. Die Stadt hatte im Vorfeld argumentiert, die Hubschrauber müssten nur etwas weiter nördlich fliegen, um den geplanten Windrädern auszuweichen. Dies hatte die Bundeswehr abgelehnt. Verärgert hatte sich bereits im Vorfeld der Entscheidung der Investor der Windkraftanlagen geäußert. Alexander Heidebroek von der Landwind GmbH nannte das Verhalten der Bundeswehr auf Nachfrage von NDR 1 Niedersachsen "armselig" und klimaschädigend. Die Gesellschaft betreibt in der Nähe von Hameln bereits drei Windräder, die Leitungen für die drei geplanten Anlagen seien bereits verlegt, so Heidebroek.

Absturz im Tiefflug?

Im Juli dieses Jahres war eine 25-jährige Soldatin während ihrer Ausbildung mit ihrem Hubschrauber bei Aerzen abgestützt. Die zweimotorige EC 135 soll sich beim Unglück im Tiefflug befunden haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 14.11.2019 | 06:30 Uhr

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