Stand: 24.09.2020 15:35 Uhr

Niedersachsen: Wirtschaft schrumpft "dramatisch"

Ein Stapel mit Ein-Euro-Münzen steht neben einem Stapel mit Zwei-Euro-Münzen. © dpa-Bildfunk Foto: Oliver Berg
Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch: Niedersachsens Wirtschaft schrumpft "dramatisch". (Themenbild)

Niedersachsens Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich eingebrochen. Hauptursache für den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7,3 Prozent dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie sein, teilte das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Hannover mit. Das Landesamt sprach in einer Mitteilung von einem "dramatischen Einbruch". Bundesweit sank die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum demnach um 6,6 Prozent. Den größten Wirtschaftseinbruch verzeichnete das Saarland mit einem Minus von 9,5 Prozent, am geringsten fiel der Rückgang in Schleswig-Holstein mit 3,8 Prozent aus.

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Gastgewerbe verzeichnet minus 40 Prozent

Nahezu alle Wirtschaftsbereiche in Niedersachsen waren den Angaben zufolge betroffen. Die Umsätze im Gastgewerbe brachen um rund 40 Prozent ein, die Zahl der Übernachtungen um etwa die Hälfte. Einzel- und Großhandel behaupteten sich nur mit geringen realen Umsatzsteigerungen. Einzig im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz deutlich um knapp zehn Prozent. Im BIP wird die Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen erfasst.

Althusmann rechnet mit 5.000 Insolvenzen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte im Sommerinterview des NDR einen Rückgang des Wirtschaftswachstums in Niedersachsen von acht bis zehn Prozent befürchtet. Althusmann sagte, er rechne zudem mit bis zu 5.000 Insolvenzen im Land.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.09.2020 | 15:00 Uhr

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