Stand: 22.08.2019 07:00 Uhr

Neue Friesenbrücke frühestens Ende 2024 fertig

Lange geschah nichts, jetzt stehen zumindest Finanzierung und Zeitplan - es geht um die neue Friesenbrücke über die Ems bei Weener. Die soll dann spätestens Ende 2024 stehen, der Baubeginn ist für 2021 geplant. Darauf einigten sich bei einem sogenannten Brückengipfel am Mittwoch Vertreter von Bund, Land und Bahn sowie den Bürgermeistern der Emsgemeinden in Westoverledingen (Landkreis Leer). Auch die Finanzierung sei nunmehr gesichert, hieß es gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Man rechne mit Kosten von rund 70 Millionen Euro.

Die Friesenbrücke.

Weener: Posse um Friesenbrücke geht weiter

Hallo Niedersachsen -

Seit fast vier Jahren ist die Friesenbrücke in Weener kaputt, nachdem ein Frachter dagegen gefahren war. Jetzt wird eine Drehbrücke geplant. Bis Ende 2024 soll sie fertig sein.

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Die Belange der Meyer Werft berücksichtigt

Man sei im Zeitplan, versicherten am Mittwoch alle Beteiligten. Dass das Planfeststellungsverfahren erst Ende dieses Jahres beginnen soll, begründete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), mit der komplizierten Entscheidungsfindung. Zu Beginn der Planungen sei eine einfache Klappbrücke vorgesehen gewesen, später äußerte die Meyer Werft in Papenburg den Wunsch nach einer technisch weit anspruchsvollere Drehbrücke, so Ferlemann. "Das ist ein Bauwerk, das es international so noch nicht gibt." Die jetzt beschlossene Variante ermöglicht die Durchfahrt von breiteren Schiffen und sorgt zusätzlich durch schnellere Öffnungs- und Schließzeiten für eine Verbesserung des Bahnverkehrs. Diese Planänderung erkläre die lange Bauzeit von wahrscheinlich neun Jahren.

Wer bezahlt den Fuß- und Radweg?

Der Baubeginn verzögerte sich auch wegen eines Streits zwischen der Bahn und den Gemeinden. Die Bahn plante eine reine Eisenbahnbrücke, die Kommunen wollten einen zusätzlichen Fuß- und Radweg bauen. Die Bahn weigerte sich, die zusätzlichen Kosten von rund 3,2 Millionen Euro zu übernehmen. Jetzt ist spontan das Land Niedersachsen als Streitschlichter eingesprungen und hat zugesagt, die Kosten für den Fuß- und Radweg zu übernehmen.

Panne in der Kommunikation führte zur Kollision

Am 3. Dezember 2015 war die Friesenbrücke durch eine Kollision mit dem Frachter "Emsmoon" schwer beschädigt worden. Verletzt wurde niemand, aber der Bahnverkehr mussten eingestellt werden, Rad- und Fußweg waren unpassierbar geworden. Als Ursache stellte sich mehr als ein Jahr nach dem Unfall ein Missverständnis im Funkverkehr zwischen dem Lotsen und dem Brückenwärter heraus.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 21.08.2019 | 19:30 Uhr

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