Oliver Junk, Kandidat der CDU für die Oberbürgermeisterwahlen in Goslar. © Oliver Junk

Goslar: Disziplinarverfahren gegen Oberbürgermeister Junk

Stand: 17.09.2021 18:38 Uhr

Wenige Tage vor der Stichwahl hat das Niedersächsische Innenministerium ein Disziplinarverfahren gegen den Goslarer Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) eingeleitet.

Er stehe im Verdacht, bei einem Vergabeverfahren Akten manipuliert zu haben. Zur Aufklärung des Sachverhalts habe Junk Gelegenheit, sich vor Durchführung weiterer Ermittlungen zu äußern, teilte das Innenministerium mit. Das Verfahren laufe bereits seit dem 10. September, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums. Zuerst hatte die "Goslarsche Zeitung" über den Fall berichtet.

SPD und FDP weisen auf fehlende Dokumente hin

Demnach stehen die Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Bieterverfahren um die Sanierung des sogenannten Kattenberg-Grundstückes. Bereits im Juni hatten SPD und FDP in einer aktuellen Stunde Junk wegen eines fehlenden Dokuments Aktenmanipulation vorgeworfen. Junk ist seit zehn Jahren Oberbürgermeister von Goslar. Im ersten Wahlgang der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag hatte seine Herausforderin Urte Schwerdtner (SPD) 49,4 Prozent der Stimmen geholt, Junk kam auf 32,1 Prozent. Am 26. September gehen beide in die Stichwahl.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.09.2021 | 18:00 Uhr

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