Stand: 24.01.2020 20:07 Uhr  - Hallo Niedersachsen

E-Autos: Viel mehr Ladesäulen als gedacht?

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Laut der Analyse der Metropolregion gibt es deutlich mehr Ladestationen für E-Autos zwischen Walsrode und dem Harz. (Symbolfoto)

Wenn in naher Zukunft Elektroautos auf den Straßen dominieren sollen, benötigen diese auch Energie. Doch die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladestationen ist derzeit noch überschaubar - hieß es bislang wiederholt aufgrund entsprechender Daten der Bundesnetzagentur (BNA). Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg meldet daran nun Zweifel an.

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Hallo Niedersachsen -

E-Autofahrer sind auf Tank-Information angewiesen, doch ein vollständiges Register gibt es nicht. Die Metropolregion Hannover kritisiert die Bundesnetzagentur und arbeitet an Lösungen.

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Doppelt so viele Ladestationen?

Grundlage ist eine eigene Analyse: Dafür wurden die offiziellen Zahlen über Ladestationen in der Region mit Daten zweier Nutzerportale für E-Autos (GoingElectric und Lemnet.org) verglichen - und dabei erhebliche Unterschiede entdeckt: Demnach soll die Zahl der Ladepunkte in der Region im Vergleich zu den offiziellen Zahlen dreimal so hoch sein. Die Zahl der tatsächlichen Standorte soll doppelt so hoch sein. Zum Stichtag der Untersuchung am 1. Dezember habe die BNA in der Metropolregion 335 Standorte mit 775 Ladepunkten ausgewiesen. "Real waren es jedoch 741 Standorte mit 2.497 Ladepunkten", teilte die Metropolregion mit. Der Grund für die Differenz ist banal: Nicht alle Anbieter melden ihre Ladesäulen bei der Bundesnetzagentur, hieß es.

Metropolregion beklagt "Stimmungskiller"

"Das Angebot ist deutlich besser als bisher kommuniziert", sagte Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion. Er hält die Konsequenzen für erheblich. Weil die Zahlen der Bundesnetzagentur Grundlage für die Planung der weiteren Ladeinfrastruktur seien, würde die Politik dabei von völlig falschen Zahlen ausgehen. Nowak rechnet damit, dass die als schlecht geltende Ladeinfrastruktur auch ein Grund dafür sein könnte, dass sich weniger Menschen ein E-Auto zulegen. "Wenn weniger angezeigt wird, als tatsächlich vorhanden ist, dann ist das ein Stimmungskiller. Und wir haben genug Stimmungskiller in der Elektro-Mobilität", sagte er NDR 1 Niedersachsen.

Städte sollen auf Betreiber zugehen

Die Metropolregion ruft jetzt Städte und Gemeinden dazu auf, vor Ort bei Betreibern dafür zu werben, ihre Ladesäulen bei der Bundesnetzagentur zu melden. Zudem empfiehlt sie die Daten zusätzlich auch den Nutzerportalen zu melden und auf ihrer kommunalen Website zu veröffentlichen.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 24.01.2020 | 19:30 Uhr

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