Stand: 21.09.2021 09:56 Uhr

Die Corona-Lage in Niedersachsen und in Ihrer Kommune

Seit dem 25. August gilt die neue Corona-Verordnung. Die Inzidenz bestimmt nicht mehr allein, welche Corona-Regeln gelten. Wir erklären in der folgenden Bildergalerie, wie das neue Schema funktioniert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist also noch wichtig, aber nicht mehr entscheidend. Sie bestimmt nicht mehr allein, welche Corona-Regeln gelten. Hinzu kommen jetzt die Leitindikatoren "Hospitalisierung" und "Intensivbetten". Und diese beiden neuen Indikatoren werden auf Landesebene gemessen, nicht auf der Landkreisebene.

Der Indikator "Hospitalisierung" gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen so schwer an Corona erkrankt sind, dass sie in ein Krankenhaus mussten.

Der Indikator "Intensivbetten" geht weiter und zeigt, wie viel Prozent aller Intensivbetten in ganz Niedersachsen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Aus den drei Parametern Inzidenz, Hospitalisierung und Intensivbetten ergeben sich die Corona-Warnstufen. Als Faustregel gilt hier: Corona-Regeln werden verschärft oder gelockert, wenn zwei der drei Parameter bestimmte Grenzen über- oder unterschreiten.

Die aktuellen Zahlen aus Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Inzidenzwerte der Landkreise und kreisfreien Städte

Die in der folgenden Tabelle dargestellten Infektionszahlen basieren auf den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und sind am Vortag des jeweils angegebenen Datums ans RKI übermittelt worden. Die bisherigen Grenzwerte der Inzidenz sind mit der aktuellen Corona-Verordnung vom 25. August geändert worden. Wir haben das in der folgenden Tabelle angepasst.

Unabhängig von den Indikatoren "Hospitalisierung" und "Intensivbetten" löst eine Landkreis-Inzidenz über 50 die Warnstufe 1 aus. Dann gilt die sogenannte 3G-Regel, die für besonders schutzwürdige Bereiche wie Seniorenheime ohnehin greift. Nach der 3G-Regel ist der Zutritt zu zahlreichen Einrichtungen und Veranstaltungen nur noch für vollständig Geimpfte, Genesene oder Getestete mit negativem Testergebnis möglich. Das Testergebnis darf bei einem Schnelltest nicht älter als 24 Stunden und bei einem PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Die Kommunen können aber auf die Feststellung einer Warnstufe verzichten, wenn der Ausbruch klar eingrenzbar ist oder wenn die Bettenbelegung hoch, die Inzidenz aber stabil niedrig ist.

Aktuelle Daten für ganz Niedersachsen

Am Dienstag, 21. September, hat das Robert Koch-Institut 316 labordiagnostisch bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es kommen neun weitere Todesfälle hinzu. Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 5.920. Zu Wochenbeginn sind die Zahlen häufig niedriger, da am Wochenende weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen, weniger Laboruntersuchungen durchgeführt und weniger Infektionsnachweise gemeldet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Landesdurchschnitt auf 56,8 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 58,6 Fälle). Lesen Sie hier, wie sich die Corona-Inzidenz in Ihrem Landkreis entwickelt.

Die aktuellen Zahlen zur Corona-Lage in Niedersachsen 21. September 2021)
InfektionenVerstorbene**Genesene***
294.6305.920278.900
+316*+9*+1.000*

1* Veränderung gegenüber dem Vortag
** mit SARS-Cov2 infizierte Personen
*** geschätzter Wert

Impfungen gegen das Coronavirus

Seit dem 27. Dezember 2020 werden Menschen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfquote zeigt an, wie viel Prozent der Bevölkerung bereits die erste von derzeit zwei nötigen Impfungen erhalten haben.

Höchstes Infektionsrisiko

Die folgende Grafik zeigt, welche Altersgruppen in Norddeutschland am stärksten von Corona-Infektionen betroffen sind. Dies hat sich seit Beginn der Pandemie mehrfach geändert.

NDR.de zeigt bei aktuellen Anlässen Videostreams von Pressekonferenzen zum Thema Coronavirus im Web und in der App.

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