NDR Info - Redezeit

Und wenn der Strom ausfällt... - wie berechtigt sind Sorgen vor Blackout und Sabotage?

Dienstag, 25. Oktober 2022, 20:33 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Neben einer Kerze liegt ein Stromstecker. © picture alliance / Zoonar | Stockfotos-MG

Kerzen, Batterien, Campingkocher und ausreichend Lebensmittel - einige Verbraucher haben sich entsprechend eingedeckt. Andere wiederum halten die Diskussion um angemessene Vorräte eher für Panikmache.

Doch Fakt ist: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt den Bürger*innen einen Vorrat für zehn Tage um auf verschiedene Notsituationen vorbereitet zu sein – ausreichend lagerbare Flüssigkeit, stromunabhängige Kochmöglichkeiten und einiges mehr.  Was muss man dabei beachten? Welche Vorräte sind sinnvoll? Welche Notausrüstung hilft, wenn der Strom ausfällt?

Blackout-Szenario - Wie anfällig ist unsere Infrastruktur?

Kein Licht, kein Wasser, kein Internet, nichts geht mehr. Ampeln fallen aus, Krankenhäuser schalten in den Notbetrieb – so in etwa müsste man sich einen großflächigen Blackout vorstellen. Diesbezüglich gebe es keinen konkreten Anlass zur Beunruhigung, betonen viele Politikerinnen und Politiker sowie Sicherheitsfachleute. Dennoch, vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges, des drohenden Energienotstands und den jüngsten Sabotage-Akten bei der Deutschen Bahn warnt auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD): „Wir müssen uns auf Szenarien einstellen, die bisher kaum denkbar waren". Was heißt das konkret? Wie anfällig ist unsere Infrastruktur?

Vorsorge und Aufklärung - eine gesellschaftliche Herausforderung?

Bisher sei in Deutschland eine funktionierende Notversorgung mit Wasser und Wärme nur über maximal 72 Stunden möglich, das kritisiert der Deutsche Städtetag. Hinzu komme, dass die Menschen in Deutschland "bisher unerfahren mit Krisen und Katastrophen sind".

So arbeiten nun viele Kommunen in Norddeutschland an einem Notfallplan. Beispiel Greifswald: Als eine der ersten Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern hat sie nun zwanzig sogenannte Wärme-Inseln ausgewiesen, um im Ernstfall vor allem vulnerablen Gruppen versorgen zu können. Sind wir ausreichend über die Risiken von Energieknappheit und Sabotage informiert? Welche konkreten Schutzkonzepte gibt es? An welchen Stellen müsste weiter ausgebaut werden?

NDR Info Moderatorin Nina Zimmermann begrüßte als Gäste:

Johannes Arlt
Berufsoffizier und SPD-Politiker im Bundestag

Prof. Dr. Henning Goersch
Professor für Gefahrenabwehr und Bevölkerungsschutz an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM)

Tanja Haberstein
Notfallsanitäterin und im Katastrophenschutz beim Arbeiter Samariter Bund (ABS) in Hannover

 

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