Stand: 23.09.2020 08:37 Uhr

Fauré Quartett spielt Foyerkonzert in Hamburg

von Anina Pommerenke

Seit 2006 veranstaltet NDR Kultur seine Foyerkonzerte. Bei der 116. Ausgabe stand das Fauré Quartett auf der Bühne des Rolf-Liebermann-Studios in Hamburg.

Das Faure Quartett beim Foyerkonzert in Hamburg © NDR.de Foto: Anina Pommerenke
Das Fauré Quartett beim Foyerkonzert in Hamburg mit Moderator Ludwig Hartmann.

Seit 206 Tagen hatte das Fauré Quartett nicht mehr auf der Bühne gestanden. Auch wenn im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg zwar viele Plätze und Reihen leer bleiben mussten, war der Abend ein ganz besonderer für die vier Musiker.

Cellist Konstantin Heidrich kommentierte die Sekunden Stille zwischen dem ersten Stück und dem Applaus: "Man hat auch das Gefühl der Saal hat Spitze Ohren. Er kann sehr gut zuhören. Während Corona haben wir Stille sehr zu schätzen gelernt, aber die Stille, die im Zusammenhang mit Musik entsteht, ist eine ganz besondere - und ich freue mich sehr, dass wir die hier so heute zusammen teilen und erfahren, das ist wirklich sehr schön für uns."

Aufeinander abgestimmt - auch farblich

Das Faure Quartett beim Foyerkonzert in Hamburg © NDR.de Foto: Anina Pommerenke
Die Freude der Musiker über dieses Konzert war groß: "Das ist wirklich sehr schön für uns."

Seit 25 Jahren steht das Fauré Quartett gemeinsam auf der Bühne. Bereits zu Studienzeiten an der Hochschule für Musik in Karlsruhe führte die Begeisterung für Kammermusik es zusammen. Jetzt wird sozusagen silberne Hochzeit gefeiert - auch wenn das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Konzertabsagen bisher anders aussieht, als geplant.

Selbst farblich ist das Quartett aufeinander abgestimmt: Passend zu den knallroten Lackschuhen von Geigerin Erika Geldsetzer, finden sich als kleine Highlights bei den sonst ganz in schwarz gehaltenen Outfits ein rotes Einstecktuch bei Bratscher Sascha Frömbling, rote Knöpfe am Jackett von Pianist Dirk Mommertz und Moderator Ludwig Hartmann stellt augenzwinkernd fest: "und Konstantin Heidrich ist 'ne rote Socke."

Highlight: Drei Lied-Bearbeitungen der neuen CD

Das Faure Quartett beim Foyerkonzert in Hamburg © NDR.de Foto: Anina Pommerenke
Normalerweise passen mehr als 400 Gäste in das Rolf-Liebermann-studio in Hamburg. In Corona-Zeiten können rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer der Musik lauschen.

Auf dem Programm stand ausschließlich der namengebende Komponist Gabriel Fauré - denn von ihm kann das Quartett auch nach 25 Jahren nicht genug bekommen, berichtet Konstantin Heidrich: "Wir sind nach wie vor besessen, wir suchen die Sprache des Komponisten. Dieses Soundlabor, das wir da zu viert haben, ist wirklich ein Geschenk."

Besonderes Highlight an diesem Abend waren daher auch drei Lied-Bearbeitungen, die auf der neuen CD des Quartetts zu hören sind. Für die 100 Gäste ein Konzertabend zum entdecken, genießen, mitlachen und mitfiebern.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 23.09.2020 | 06:40 Uhr

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