Glaubenssachen

Melancholisch und demütig

Sonntag, 24. Oktober 2021, 08:40 bis 09:00 Uhr

Was Romane den Kirchen zu sagen haben
Von Stephan Lüttich

Geistliche beider Konfessionen sind ein spannendes Thema für Autorinnen und Autoren. In der Literatur des 20. Jahrhunderts überwiegen ungetrübte und klassisch-traditionelle Rollenbilder. Das hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert: "Der Himmel ist kein Ort" von Dieter Wellershoff oder "F" von Daniel Kehlmann zeichnen eher düstere Visionen: Melancholie und Verzweiflung, Sprachlosigkeit und die Zerstörung überlieferter Modelle beschreiben Leerstellen, die aber Raum bieten könnten für ein demütiges Neuentdecken der großen Motive und überraschenden Perspektiven des Christentums.

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